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FSG Mainz 05/Budenheim – SG H2Ku Herrenberg 27:29

Die FSG Mainz 05/Budenheim berichtet – Fotos: Axel Kretschmer

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Meenzer Dynamites zerreissen sich im Infight

Die Meenzer Dynamites der FSG Mainz 05/Budenheim schafften es nicht, gegen die kampfstarken Herrenbergerinnen an ihren starken Auftritt in Berlin anzuknüpfen und unterliegen mit 27:29. Im Mainzer Rückraum sorgten diesmal lediglich Paulina Golla (6/1) und Simona Cipaian (5) mit ihren Treffern für Lichtblicke. Die Gäste aus Herrenberg zeigten dagegen von Beginn an, dass sie ihre aktuelle Siegesserie fortsetzen wollten. Für Dynamites-Coach Thomas Zeitz stand denn auch in der Analyse fest, dass „sie sich den Sieg verdient haben, weil sie einfach bissiger waren.“
Ein einziges Mal stand es Unentschieden in der Begegnung, beim 1:1 durch Alicia Soffel. Danach zogen die Gäste auf 5:1 davon und den Dynamites fast schon den Zahn. Was weniger an der Defensive, als vielmehr am Angriff der Mainzerinnen lag. Denn statt die Zweikämpfe gegen die Herrenberger Abwehr zu meiden, suchten die Spielerinnen entgegen der Vorgabe diese geradezu und zerrieben sich im Infight.

Als die Dynamites aus dem 3:8 ein 8:9 gemacht hatten (16. Minute) schienen sie sich wieder und den Gegner erstmals in den Griff zu bekommen. Zwei, drei Fehler später war das Aufbäumen aber wieder dahin. Alle Maßnahmen in der Folge griffen nicht, um den Rückstand entscheiden abzubauen. Auch die in Berlin noch so erfolgreich umgesetzte 3:2:1-Deckung, mit der es Zeitz nach der Pause versuchte, brachte keine Besserung. Hier machte sich der kurzfristige Ausfall von Kreisläuferin Janka Bauer (Probleme an der Patellasehne) schmerzlich bemerkbar. So konnte auch die Abwehr, trotz starker Paraden von Torfrau Kristin Schäfer, dem Dynamites Angriff nicht den nötigen Impuls geben.

„Wir wussten vorher, dass die Herrenberger den direkten Zweikampf lieben, immer wieder aus ihrer Deckung heraustreten und uns attackieren, wenn wir nicht ständig in Bewegung sind“, erläuterte Zeitz. „Aber wenn unsere Rückraumhalben zu passiv in der Bewegung bleiben und zuschauen, können wir das nicht verhindern. Mit jedem unnötig geführten Zweikampf verlieren wir Kraft und unsere eigentliche Linie,“ legte Zeitz den Finger in die Wunde und erklärte, warum es so wichtig gewesen wäre, durch die richtigen Lauf- und Passwege den Attacken der Herrenberger Abwehr aus dem Weg zu gehen. Einzig Simona Cipaian zeigte, dass man aus neun Metern auch ohne Körperkontakt Tore erzielen konnte. „Leider hat ihr Beispiel heute nicht Schule gemacht,“ so Zeitz zum Abschluss der Analyse.

Gästecoach Hagen Gunzenhauser war dagegen entsprechend zufrieden damit, wie sich seine Mannschaft über die Abwehrarbeit die Energie für das gesamte Spiel holte. „Uns war klar, dass wir viel bringen müssen, um hier zu bestehen, und das haben wir gemacht.“

Auch wenn die erneute Heimniederlage frustete, freuten sich die Meenzer Dynamites gemeinsam mit den Fans über das zuvor geschaffte Meisterstück des Oberliga-Teams und dem damit verbundenen Aufstieg in die 3. Liga, an dem u.a. die U21 Spielerinnen auch einen entscheidenden Anteil hatten.

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