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Christian Rompf lässt die Sporthalle-Ost erbeben

Der TV Hüttenberg berichtet:

Zu unserem Kurzbericht mit einer Bilderserie vom Spiel

Linksaußen des TVH trifft gegen die Eulen in letzter Sekunde

Was für eine Spannung! Was für ein Handball-Krimi! Der TV 05/07 Hüttenberg hat am Donnerstagabend in der DKB Handball-Bundesliga den ersten Sieg in der Saison 2017/18 feiern können. Vor 2100 Zuschauern in der Sporthalle Ost in Gießen war es der Linksaußen Christian Rompf, der wenige Sekunden vor dem Ende doch noch zum 28:27 (15:15)-Endstand einwarf und damit die Blau-Weiß-Roten und ihren Trainer Aðalsteinn Eyjólfsson für die couragierte und kämpferische Leistung belohnte. Damit haben die Mittelhessen nun nach neun Spieltagen 5:13 Punkte auf dem Konto und das trotz der zwischenzeitlich schwierigen Aufgaben gegen Wetzlar, Göppingen und Erlangen. Bereits im Vorfeld des ersten Abendspiels unter Flutlicht, hatte sich die Anspannung in Hüttenberg und Gießen bemerkbar gemacht. Der TVH wollte sich nach drei Unentschieden endlich mit zwei Punkten belohnen. Mit dem Wurf ins Glück von Linksaußen Rompf ließ der Mann des Abends diesen Ballast von den Schultern seiner Mitspieler abfallen. Mit dem ersten Saisonsieg scheint der TVH nun endgültig im Handball-Oberhaus angekommen.

Hüttenberg hatte von Beginn an gegen die motiviert auftretenden Eulen von Trainer Benjamin Matschke alles in die Partie geworfen. Beide Mannschaften schenkten sich nur wenig. Es war eine rassige und spannende Partie, die von vielen Emotionen und körperlicher Härte auf beiden Seiten lebte. Daniel Wernig hatte die Blau-Weiß-Roten mit 1:0 in Front gebracht. Ehe Ludwigshafen, durch den besten Torschützen des Abends Pascal Durak, zwischenzeitlich mit 3:2 in Führung ging. Hüttenberg übernahm in der Folge aber wieder das Kommando und legte immer wieder vor. In der kampfstarken 3:2:1-Deckung erarbeitete sich der TVH einige Bälle, leistete sich aber auch in der Offensive noch Fehler. Das 8:6 von Sebastian Roth markierte nach einer guten Viertelstunde die erste Zwei-Tore-Führung der Hausherren. Angeführt von ihrem toll aufspielenden Mittelmann Dominik Mappes baute Hüttenberg den Vorsprung sogar auf 11:8 (Wernig/19.) aus. Doch noch vor der Pause kamen die Eulen wieder heran und erzielten mit dem Halbzeitpfiff noch den 15:15-Ausgleich durch Robin Egelhof.

Zu Beginn der zweiten Hälfte stoppte die Eyjólfsson-Sieben den Gegner gleich mehrmals in der Abwehr und erhöhte durch Mappes erneut auf 19:15 (35.). Doch auch dieser Vorsprung brachte zunächst keine Ruhe in das Spiel. Beim 18:19 (37.) waren die Eulen wieder dran. Durch Zeitstrafen und Fehlwürfe im Angriff ließ Hüttenberg den Konkurrenten nun wieder merklich herankommen. Das 25:25 von Kai Dippe brachte den Friesenheimern in der 50. Minute den erneuten Ausgleich. In der hart umkämpften Schlussphase war es zunächst Durak, der beim 27:27 den Ausgleich per Tempogegenstoß herstellte. Zuvor hatte Hüttenberg in Unterzahl einen Angriff wegen Zeitspiels aberkannt bekommen. Im direkten Gegenzug scheiterte Vladan Lipovina mit einem Distanzwurf und Ludwigshafen hatte 30 Sekunden vor dem Ende die Chance auf den Siegtreffer. Die Wechselbewegung misslang. Moritz Lambrecht eilte in der Abwehr auf der vorgezogenen Position dazwischen und erkämpfte dem TVH den Ball zurück. Dabei wurde er von den Eulen taktisch gefoult, sodass David Schmidt mit der roten Karte nach dreimal zwei Minuten vom Feld geschickt wurde. Mit nur elf Sekunden auf der Uhr spielten Mappes und Tomas Sklenak ihren Linksaußen Christian Rompf frei, der aus spitzem Winkel doch noch den 28:27-Führungstreffer erzielte und danach in einer Spielertraube unterging.

Aufstellung Hüttenberg: Ritschel, Schomburg; Sklenák (2), Wörner, Lambrecht (1), Wernig (6/1), Rompf (1), Zörb, Fernandes (1), Jóhannsson (5), Sicko, Roth (1), Mappes (7/2), Hofmann (1), Hahn (1), Lipovina (2).

Aufstellung Ludwigshafen: Klier, Peribonio; Stüber, Egelhof (2), Dietrich, Scholz (2), Haider (1), Hess, Feld (3), Remmlinger (3), Falk (1), Durak (9/7), Bührer, Weber (2), Dippe (1), Schmidt (3).

Zeitstrafen: 12:14 Min. – Siebenmeter: 3/4:7/7. – Zuschauer: 2100. – Schiedsrichter: M. Thone/M. Zupanovic.

Stimmen zum Spiel:

Aðalsteinn Eyjólfsson (Trainer TVH): „Das war heute ein Kampf von zwei Mannschaften, die hervorragend aufeinander eingestellt waren. Wir haben in jederlei Hinsicht gesehen, welche Bedeutung diese Partie hatte und was heute auf dem Spiel stand. Für uns war es heute immens wichtig, dass wir diese beiden Punkte bei uns behalten haben. Ich denke, man kann beide Teams loben. Gerade die Moral bei Friesenheim, denn trotz drei Toren Rückstand haben sie sich zurückgekämpft. Heute waren viele Fehler drinnen, viel Hektik und viele Nerven. Ich bin sehr stolz auf meine Jungs! Danke an das Publikum. Was von den Rängen kam war fantastisch.“

Benjamin Matschke (Trainer Eulen): „Ich denke es hat Spaß für alle gemacht, hier heute zuzuschauen. Wir mussten heute viel hinterherlaufen und hatten den Druck über viele Etappen – mussten uns herankämpfen. Am Ende geht es dann so in Ordnung, dass das letzte Quäntchen Glück auf Seiten der Hüttenberger war. Ein bisschen hadere ich aber mit unserer Torhüterleistung. Die Bereitschaft meiner Mannschaft in der Abwehr hat gepasst. Beide Mannschaften sind eine Bereicherung für die Liga. Wir haben leidenschaftlich gespielt.“


   

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