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TSG Ludwigshafen-Friesenheim – HG Saarlouis

Die TSG Ludwigshafen-Friesenheim informiert:

Mathias Lenz: „Es gibt keine andere Alternative, als die zwei Punkte zu holen“

Durchsetzungsfähigkeit zeigt hier David Schmidt gegen Aues Marc Pechstein. Auch gegen Saarlouis wird diese Tugend gefragt sein – Foto: Harry Reis
Für neun Teams in der 2. Handball-Bundesliga geht es auf den letzten zwei Etappen um sehr viel. Während sich vier Klubs Hoffnungen auf den Erstligaaufstieg machen können, zwei Plätze sind noch zu vergeben, kämpfen fünf Mannschaften um den Verbleib in der zweithöchsten Klasse. Und es ist sehr wahrscheinlich, dass jene Entscheidungen um den Auf- und Abstieg erst am letzten Spieltag fallen. So megaspannend war es an einem Saisonende schon lange nicht mehr.
Megaspannend ist auch ein Stichwort für die jüngste Partie der TSG Ludwigshafen-Friesenheim. Die hatte das Team von Ben Matschke an der Nordsee zu bestreiten, beim Wilhelmshavener HV. Für beide Vereine ging es dabei um viel. Die Jadestädter gehören der Gruppe an, die den Ligaerhalt noch nicht sicher hat, also Punkte benötigen, um als Zweitligist die Versetzung in die nächste Saison zu schaffen. Und die Pfälzer fühlen sich seit Wochen in der Verfolgerrolle eines Trios pudelwohl, wobei Bietigheim nach seiner jüngsten Niederlage in Hüttenberg erstmals wieder hinter den Eulen platziert ist, letztmals war das im September 2016 der Fall gewesen. Die Rothemden, das war vor der letzten Ausfahrt in dieser Spielzeit klar, mussten zwei Zähler einfahren, um sich eine Aufstiegschance zu bewahren. Und das gelang auch nach nervenaufreibenden 60 Minuten. Mit 26:24 ergatterte die Matschke-Fraktion den 10. Auswärtssieg und schloss die Ausflüge mit insgesamt 22:16 Punkten ab, das ist der zweitbeste Wert in der Liga.

„Das war ein extrem harter und enger Kampf“, beschrieb Patrick Weber den Vergleich Nord gegen Süd, „und mit einem extremen Willen haben wir am Ende den Sieg geholt. Entscheidend war, dass wir in den letzten acht Minuten ohne Gegentor geblieben sind.“ Jan Remmlinger fand, dass „das die stärkste Leistung in der Rückrunde war, weil dieses Spiel am schwierigsten zu gewinnen war. Wir hatten Riesendruck, deshalb ist die Leistung am höchsten einzuschätzen.“ Chefcoach Ben Matschke hob die Abwehr heraus: „Wir haben stark verteidigt, ganz besonders in den letzten Minuten. Das musst du auswärts in so einer Drucksituation erst einmal auf diese Weise hinbekommen. In Stresssituationen so zu decken, das war einfach super.“
Am Samstag, 3. Juni 2017, kommt als vorletzter Gast der TSG die HG Saarlouis in die Friedrich-Ebert-Halle. Die Partie wird um 18 Uhr angepfiffen, Tickets gibt es unter www.eventimsports.de/ols/eulen und an der Abendkasse.
Die HG Saarlouis ist nach 36 Spielen mit 33:39 Zählern nur drei Punkte von einem ausgeglichenen Zwischenstand entfernt und dennoch in den Abstiegskampf verstrickt. Zuletzt glückte der Auswahl von Jörg Bohrmann ein eminent wichtiger 24:23-Sieg gegen den als Absteiger feststehenden HC Empor Rostock. Dabei taten sich die Saarländer schwer und lagen im zweiten Durchgang mit 15:19 (45.) und 18:21 (51.) zurück, drehten aber noch das Match. Den siegbringenden Treffer steuerte Martin Murawski bei, der Rechtshänder traf eine Sekunde vor dem Ende ins Empor-Gehäuse.
12 der 33 Punkte sammelten Jonas Faulenbach und seine Kollegen auf Auswärtsreisen ein, so gewann die HGS in Konstanz, in Lübeck gegen Bad Schwartau, in Essen, bei der SG Leutershausen und in Eisenach. Hinzu kamen noch zwei Unentschieden in Dessau und in Ferndorf. Und kommt so eine junge Mannschaft auch zu Hause mal in einen echten Run, dann haben selbst Spitzenteams nichts zu lachen. So verlor Rimpar in Saarlouis, auch Bietigheim ließ dort beide Zähler liegen und selbst Spitzenreiter und Aufsteiger TuS Nettelstedt-Lübbecke musste sich mit einem Punkt begnügen.
Patrick Weber erinnert sich noch sehr gut an den Vergleich in der Hinrunde: „Das war ein verrücktes Spiel mit einer 7:0-Führung für uns.“ Ein phänomenaler Start für die TSG-Spieler, der Basis für den späteren 32:27-Erfolg war. Und der Rückraumakteur der Eulen hat Respekt vor dem Kontrahenten: „Saarlouis hat eine gute Mannschaft, die alles reinwerfen wird. Wir müssen konzentriert bleiben, sind topvorbereitet und wollen gewinnen.“ Jan Remmlinger sagt: „Es gilt, cool zu bleiben und unsere Stärken ausspielen.“ Mathias Lenz meint: „Wir haben einen geilen Endspurt vor uns, jetzt musst du liefern. Wir sind in einer Muss-Situation und es gibt keine andere Alternative, als die zwei Punkte zu holen.“ Ben Matschke, der froh war, endlich mal wieder eine normale Trainingswoche gehabt zu haben, stellt sich „auf einen heißen Fight ein. Gegen Saarlouis war es immer intensiv. Ganz entspannt wird die HGS aufgrund der Tabellensituation nicht antreten. Ich habe Vertrauen in meine Truppe und freue mich auf dieses Spiel.“


   

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