Handball-Zeitung

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Die Woche der Rheinhessen – Interview mit Axel Eichholtz der HSG Rhein-Nahe Bingen

Michael Kleinmann im Handball-Zeitung-Interview mit Axel Eichholtz

Michael Kleinmann (MK): Hallo Axel, Du bist der verantwortliche Trainer der HSG Rhein-Nahe Bingen. Bitte stelle dich kurz vor und den Werdegang/Bezug zum Handballsport und zum Verein.

Axel Eichholtz (AE): Ich bin Axel Eichholtz, 49 Jahre alt, verheiratet, zwei Söhne, selbstständiger Unternehmer. Werdegang – nun, angefangen im 4. Lebensjahr mit Handball, höchste Spielklasse OLM RPS und mit 37 das letzte Spiel bestritten.
Mit 18 neben den Aktiven auch der Einstieg in die Vereins- und Vorstandsarbeit. Daher dem Grunde nach seit über 30 Jahren auch Funktionär und seit 28 Jahren Trainer (B-Lizenz) für Jugend und Aktive. Neben der Vereinsarbeit kam auch die Arbeit in den Verbänden dazu, Jungenwart HVR, VP-Jugend HVR, Vorsitzender des Lehrstabes im HVR, Mitglied im erweiterten Jugendausschuss im DHB, Auswahltrainer über viele Jahre, Leiter der Rheinland-Pfalzauswahlmannschaften (später dann Geschäftsführer der ARGE RLP) 2005 bis 2013.
Als Trainer selbst oder als der Verantwortliche Trainer konnte ich, bzw. durfte ich viele Erfolge
(mit-)feiern – fünfmal in Folge HVR-Meister der CJmOL (hieß damals noch so im HVR), B- und AJ-Regionalliga, Jugendbundesliga, Männer 4. und 5. Liga … usw. – ein gute Zeit bislang, mit all‘ ihren Höhen und Tiefen, die im Sport nun mal dazu gehören.

MK: Was ist das Besondere in Ihrem Verein und welche Zielsetzungen haben Sie?

AE: Gezielter und konsequenter Einsatz von Jugendspieler in den Aktiven-Klassen.

MK: Wie sieht Ihre Jugendarbeit aus und welchen Stellenwert und Zielsetzung hat diese im Gesamtverein?

AE: Gezielter und konsequenter Einsatz von Jugendspieler in den Aktiven-Klassen
Letztlich erklärt sich unsere Jugendarbeit mit einem Leitsatz, welchen wir 2004 im Trainerteam niedergeschrieben haben:

Erfolg für die Jugendtrainer der HSG Rhein-Nahe Bingen ist:
Gelingt es, mit unserem Sport, aus den Kindern junge Menschen zu machen, die mit beiden Beinen im Leben stehen, soziale Kompetenz haben, teamfähig sind, dennoch Durch-setzungsvermögen besitzen, sich in der Schule die Voraussetzungen schaffen, welche ihnen eine gesicherte Zukunft versprechen – dann waren wir erfolgreich. Wenn dabei gleichzeitig auch noch der ein oder andere Handballer hervorgebracht wird, können wir stolz sein.
Nicht die Meisterschaft … die langfristige Gesamtentwicklung der Spieler ist es, auf die gesetzt wird.
gez. Die Jungendverantwortlichen der HSG Rhein-Nahe Bingen

MK: Gibt es bei Ihnen ein eigenes Jugendkonzept? Nennen Sie uns bitte ein paar Punkte.

AE: Natürlich gibt es das … in 2004 entwickelt, 2005 erstmals veröffentlicht. Neben dem Jugendkonzept gibt es ein umfangreiches Playbooks zu Auftakthandlungen und Angriffskonzepte sowie Fördertraining- und Athletiktraining-Richtlinien.

MK: Wie unterstützt Sie der HVR im Verein? Gibt es eine besondere Unterstützung der Jugendarbeit?

AE: Keine direkte, dass geht ja auch nicht.
Die Auswahlarbeit entspricht nicht mehr der Vorstellungen und den Ideen, welcher ich selbst als VP-Jugend einmal angeschoben und massiv verändert und neu strukturiert habe. Gleiches gilt für die RLP-Auswahl-Arbeit.

(Sonderfrage für Bodenheim und Budenheim zur Teilnahme der neuen C-Jugend Oberliga)
MK: Die neue Oberliga der C-Jugend hat einen besonderen sportlichen Reiz für die Spieler und Mannschaften, aber auch eine besondere Herausforderung aufgrund der Entfernungen von teilweise 100KM und mehr. Wie haben Sie das im Verein organisiert? Gibt es da Unterstützung vom HVR?

AE: Auch, wenn dies eine Sonderfrage an zwei andere Vereine war, so muss dennoch gesagt werden, dass es inzwischen dem Grunde nach zu spät ist für diese Umsetzung! Ich selbst hatte als VP-Jugend seinerzeit Vorschläge gemacht, dies in kleinen Tagesturnieren auszutragen. Um so Kosten und Aufwand für Kinder, Eltern und Vereine per se zu minimalisieren.

MK: Wie sieht die Planung und Zielsetzung der 1. Mannschaft aktuell und für die Zukunft aus?

AE: Fester Bestandteil der RPS-OLM zu werden.

MK: Was macht für Sie der besondere Reiz der Derbys aus?

AE: Tatsächlich frage ich mich das in der Tat. Für mich selbst gar keinen. Dennoch weiß ich, dass dies von 80% der Leute völlig anders gesehen wird. Da ich kein Kirchturmdenker bin, sind das für mich Spiele wie alle anderen, denn was können wir uns davon kaufen, alle Derby‘s in dieser Saison bereits gewonnen zu haben, in der internen HVR-Tabelle vorn zu liegen (?) – nichts, wenn es am Ende nicht für einen Platz im gesicherten Feld reicht. Zumal die Spiele witziger Weise alle zu hause stattgefunden haben – heißt, wir haben noch schön was vor der Brust in der Rückrunde.

MK: Was halten Sie von der Idee des Präsidenten Klaus Kuhn der „SG Rheinhessen“? Wie realistisch schätzen Sie die Umsetzung ein?

AE: Nicht umsetzbar! Hierzu hatte ich in meiner Zeit als VP-Jugend ganz andere Vorschläge gemacht.

MK: Unter welchen Rahmenbedingungen könnten Sie sich vorstellen diese Idee zu unterstützen?

AE: Dafür reicht der Platz und die Zeit nicht, dass alles auszuführen. Für mich gilt immer: „Alles ist möglich“ und „man soll nie, nie sagen“

MK: Alle erfolgreichen Profimannschaften haben als Unterbau eine erfolgreiche bis sehr gute Jugendarbeit. Wie könnte das in die Planungen der SG Rheinhessen integriert werden?

AE: Gar nicht, weil wir keine Profimannschaften haben und Rheinhessen für solche Ideen wirtschaftlich nicht stark genug ist, nicht eng genug verflochten.


   

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