Handball-Zeitung

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Aktuelle Kommentare zu Artikeln / Leserbriefe / News

Rubrik: Europameisterschaft Männer

Spanien ist Europameister

29:23-Sieg gegen Schweden

Abwehrchef Gedeon Guardiola – Archivbild: Axel Kretschmer

Kann es sein, dass die Iberer zum aller-aller-aller-aller-meisten von allen Nationalmannschaften Europameister werden wollten?
Meiner Meinung nach ja.

Wer dermaßen kämpferisch und clever gegen Deutschland, Frankreich und Schweden agiert, der zeigt allen anderen, wo der Hammer hängt.
Wem die IHF drei Hauptrundenspiele in vier Tagen aufbürdet, dem darf man auch eine Schonung im Dienstag-Spiel gegen Slowenien nachsehen.

Die Schweden spielten eine sehr gute erste Halbzeit, führten zur Pause mit 14:12 und dann ließen die Spanier keinen Zweifel mehr daran, wer das Parkett als Sieger verlässt.

Torwart Mikael Appelgren – Archivbild: Axel Kretschmer

Auch der sehr gute Löwe Appelgren konnte daran nix ändern, die Niederlage der viermaligen Europameister Schweden nur in Grenzen halten.

Spanien – zum ersten mal Europameister – ist damit für die WM 2019 in Deutschland & Dänemark qualifiziert. Und auch für die EM 2020 (das ist neu).

Arpad Šterbik (Jahrgang 1979), der spanische Torwart, während der EM nachnominiert, wurde Man of the Match. Und er hatte Tränen in den Augen…

Katalanen und Basken jubeln gemeinsam.

Rubrik: Europameisterschaft Männer

EM-Finale: Spanien – Schweden

Heute, Sonntag um 20.30 Uhr auf www.sportdeutschland.tv im Internet-Livestream

Spiel um Platz 3;
Weltmeister Frankreich schlägt Olympiasieger Dänemark 32:29.

Rubrik: Europameisterschaft Männer

EM Halbfinalspiele

Spanien – Frankreich 27:23
Dänemark – Schweden 34:35 n.V.

Spiel um Platz 5:
Kroatien – Tschechien 28:27

Aufzeichnungen im Internet auf www.sportdeutschland.tv

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EM Fazit von Matthias Kornes mit Blick auf das DHB-Team

Foto mit freundlicher Genehmigung von Mathis Kelemen

Nun ist sie also vorbei, die EM – und für den Titelverteidiger wird es keine Medaille geben. Ich habe wenig erwartet von dieser EM. Am Ende war es gar noch weniger, als zu erwarten war. Die spielerische Leistung der deutschen Mannschaft war schwach, teilweise gar sehr schwach. Das ständige betonen von Faktoren, die nicht im Kernbereich des Spiels liegen wie die „Körpersprache“ oder das immer wieder bemühte „Bad Boy“ – Image übertünchen, dass Deutschland weder defensiv noch offensiv das eigentliche Handballspiel auf ausreichend hohem Niveau zeigen konnte.
Im Angriff tragen Spieler den Ball direkt bis auf den Abwehrspieler, es findet wenig bis keine Nahtstellenarbeit statt. Generell arbeitet vor allem der Spieler mit dem Ball und nicht der ohne Ball. Bewegung ohne Ball war ein riesiges Manko der DHB-Truppe. Kreuzbewegungen in die Breite statt auf das Tor, Kreisläuferkreisel weit hinter die Mittellinie, Außen, die am Aufbau keinerlei Anteil haben, Sekunden lange Passsequenzen ohne jedweden spielerischen Vorteil, gar ohne jedwede Torgefahr und Angriffsbewegungen, die meist in den kleinen Bereich zentral vor dem Tor liefen – das ist schlicht zu wenig, um den Anspruch haben zu können, um eine Medaille kämpfen zu dürfen.

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„Ich glaube, dass die Arbeit mit Jasmin Camdzic mich auf ein höheres Level bringen wird“ – Der serbische Nationalkeeper Tibor Ivanisevic im Gespräch

Die HSG Wetzlar hat sich unter dem Trainergespann Kai Wandschneider und Jasmin Camdzic zu einer Art Durchlauferhitzer für vielversprechende Talente entwickelt.

Foto: Wieland Berholz
Neben den Feldspielern Steffen Fäth, Jannik Kohlbacher oder Kent-Robin Tönnesen sind insbesondere die Karrieresprünge von Andreas Wolff und Benjamin Buric Beleg für die methodische Sichtung und Weiterentwicklung von Spielern mit Potenzial im mittelhessischen Bundesligaklub. Zur kommenden Saison wird der serbische Nationaltorwart Tibor Ivanisevic die Nachfolge von Benjamin Buric antreten, welchen es zur SG Flensburg/Handewitt zieht. Ivanisevic spielte sich mit seinem Wechsel zum Championsleague-Teilnehmer Skjern HB vor anderthalb Jahren in den Fokus. Der 27-jährige bildet seither mit Vladimir Cupara das Duo um Nationalteam. Am Rand der Europameisterschaft gewährte Ivanisevic Einblick in die Beweggründe des Wechsels.

Mit dem Wechsel nach Skjern im Alter von 25 Jahren haben Sie die internationale Handballbühne betreten. In welchen Vereinen waren Sie zuvor tätig?

Meine erste Station war Roter Stern Belgrad. Die erste Auslandsstation war Orohashi in Ungarn. Dann folgte ein Engagement bei Borac Banja Luka in Bosnien sowie wiederum mit Gyöngyösi ein ungarischer Verein. Im Winter 2016 wurde ich dann von Skjern verpflichtet.

Sie wechseln von einem Championsleague-Teilnehmer zu einem Mittelfeldklub der Bundesliga. Was sind die Beweggründe?

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Dirk Florian: Die Mannschaft erreicht Platz 9 … wie die Ladies. Hmmm ….

Das wars … !!!

Durch die Niederlage gg Spanien und die Vorergebnisse erreicht die Mannschaft Platz 9 … wie die Ladies.
Hmmm….. da steht wohl momentan der Handball in Deutschland. Ciao aus Kroatien.

Fotos: Dirk Florian

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Deutschland – Spanien 27:31

Andreas Wolff: „Wir sind ein Team . es trifft uns die Schuld alle gleich. Man gewinnt als Team und verliert als Team. Ich nehme mich von der Schuld nicht aus, Ich bin aber absolut schockiert, Wir wussten, das Spanien natürlich eine gute Mannschaft hat, aber ich denke nicht, das man das Spiel verlieren muss. Wir hatten es in der eigenen Hand und haben dann einfach die Bälle weggeworfen. Wir spielen eine insgesamt enttäuschende Europameisterschaft. Die Körpersprache war schlecht, wie haben uns ein Stück weit einfach aufgegeben, haben keinen kühlen Kopf bewahrt, haben keine Härte gezeigt. Wie eine Schülermannschaft haben wir die Bälle ins Aus geschmissen und drei Tore nacheinander ins Leere bekommen.“

Halbfinals:
Frankreich – Spanien
Schweden – Dänemark

Spiel um Platz 5:
Tschechien – Kroatien

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„Kai Wandschneider war ein wichtiger Trainer für mich“ – Kent-Robin Kent-Robin Tønnesen im Gespräch

Wieland Berkholz im Interview:

Die Karriere des Norwegers hat in den letzten vier Jahren eine atemberaubende Geschwindigkeit aufgenommen

Foto: Wieland Berkholz
Parallel zu den Platzierungen der norwegischen Nationalmannschaft bei den Großturnieren in den letzten drei Jahre hat auch der 26-jährige seit Saisonbeginn mit KC Veszprem das ultimative Karriereziel eines Handballers erreicht. Am Rande der Europameisterschaft fand Tønnesen Zeit, die letzten vier Jahre Revue passieren zu lassen.

Herr Tønnesen, in Ihrem Team stehen gleich vier gelernte Linkshänder auf der Rückraumposition. Sie haben sich zu einem wichtigen Faktor auf der halben Deckungsposition entwickelt und die meisten Spielanteile. Vor vier Jahren, als Sie aus Schweden zu HSG Wetzlar wechselten, wurden Sie als reiner Angriffsshooter wahrgenommen. Wie ist dieser Wandel zu erklären?

In Wetzlar habe ich im zweiten Jahr schon Anteile in der Deckungsarbeit bekommen. Kai Wandschneider hat das mit individuellem Training sehr gefördert. Er war ein wichtiger Trainer für mich.

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Mit der Doppelrolle von Jörg Schulze kam ich anfangs nicht klar – Petar Đorđić im Gespräch

Wieland Berkholz im Interview:

Mittlerweile 27 Jahre alt ist Petar Đorđić, welcher vor etwa zehn Jahren als großes Talent auf der Königsposition im linken Rückraum gehandelt wurde

Foto: Wieland Berkholz
Der Sohn von Wallaus Torwart-Legende Zoran „Pascha“ Đorđić, dessen Karriere nach Kreuzbandrissen im jungen Alter zwischenzeitlich auf der Kippe stand, spielte nach einer Saison im Trikot der HSG Wetzlar, insgesamt sechs Spielzeiten für die SG Flensburg/Handewitt sowie zwei Jahre für den HSV Hamburg. Die Europameisterschaft in Zagreb ist für den Mann mit rechten „Peitsche“ das erste Turnier für die serbische Nationalteam.
Zu Saisonbeginn entschied sie Đorđić zu einem Wechsel zum weißrussischen Spitzenklub Meschkow Brest. Wieland Berkholz hatte in Zagreb die Gelegenheit, insbesondere die ersten Schritte in den Profibereich im Gespräch Revue passieren zu lassen.

Petar, Dein Talent wurde schon früh erkannt, da Du im Nachwuchsbereich der SG Wallau/Massenheim nicht nur wegen „Pascha“ auf dich aufmerksam machen konntest. Kannst Du unseren Lesern noch einmal kurz den Weg zur erste Profi-Station bei der HSG Wetzlar beschreiben. April 2008 standen Sie dort zusammen mit Deinem Vater auf dem Bundesliga-Parkett.

Ich habe in der Jugend für die SG Wallau/Massenheim sowie die HSG Hochheim/Wicker gespielt, welche zu jenem Zeitpunkt stärker war. Als mein Vater dann in Melsungen spielte und zu pendeln begann, entschied sich die Familie, nach Obernburg zu ziehen. Ich trainierte dann eine Saison im Leistungszentrum des TVG und spielte ganz kurz für Kirchzell in der Regionalliga sowie für TUSPO Obernburg.

Bist Du in Wiesbaden auch auf die „Elly-Heuss“ gegangen, an welcher Jan-Olaf „Eike“ Immel jetzt als Lehrer tätig ist?

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Rubrik: (Weiterlesen) Europameisterschaft Männer

5. Spieltag Hauptrunde

Fotos: Dirk Florian

Nun ja, was soll man sagen.

Irgendwie hatte man den Eindruck es wollte keiner zuerst die Hosen herunterlassen und dann war das Spiel plötzlich vorbei. Wir wissen ja nicht wie es am TV gewirkt hat, hier jedenfalls war die Verunsicherung zu spüren und zu greifen. Trotzdem gab es einige Möglichkeiten mehrmals deutlich in Führung zu gehen, jedoch war die Angst im Weg ?

Passiert ist trotzdem wieder noch nix… Spanien schlagen jedoch Pflicht….. ob wir das hinkriegen ? Ein Funke Hoffnung bleibt.

Das zweite Spiel war dann weniger Kampf, davon hatten wir auch in der ersten Partie genug gesehen. Spanien dominiert und Mazedonien baut ab. Also gibt es wohl am Mittwoch ein Finale. Mit dem Kampfgeist unseres Teams von heute wird es sicher auch für Spanien schwer… dazu nur 24 Stunden Pause….. und wir können 3 Tage an der Offensive arbeiten.

Ich tippe auf die Steigerung, ein packendes Halbfinale und dann den Titel im Endspiel gegen Dänemark – deutlich ! Traditionell !

Ok ich gebe zu, der Plan ging bisher nur 2007 und 2016 auf ….

Rubrik: Europameisterschaft Männer

Zwischenfazit zur EM von Thomas Zeitz – Trainer Meenzer Dynamites

Die Deutsche Mannschaft hat die Zwischenrunde erreicht,

auch wenn die Ergebnisse und vor allem die Auftritte nicht gerade Mut gemacht haben.
Aus meiner Sicht ist das aber genau das, was zu erwarten war.
Ich habe von Anfang an und auch in meinem Statement vor Beginn der EM schon gesagt, dass Deutschland von der Qualität der einzelnen Spieler nicht unter die Top 4 in Europa gehört.
Der EM Titel vor zwei Jahren war einfach eine kleine Sensation und eine unfassbare Teamleistung, bei der alles gestimmt hat. Das scheint dieses Jahr nicht so zu sein.
Wer auch immer den Kader gestellt, über die Nachnominierungen entschieden, die Presseinfos weitergegeben hat, es hat und bekommt jetzt alles ein faden Beigeschmack und zeugt nicht von der so zwingend benötigten Einigkeit!
Die Zwischenrundenspiele zeigen meiner Meinung auch nochmal eindrucksvoll, das uns die Qualität fehlt.
Eine gute, harte und aggressive Defensive und starke Torhüter, dafür kein Tempospiel 1. und 2. Welle und im Angriff nur Kraft ohne Kreativität und Esprit. Es gibt einfach keinen Denker und Lenker, keine Ideen und in der Kleingruppe keine Überraschungsmomente. Nur feste Werfen ist halt dann nicht mehr genug.
Alles in allem ist es vielleicht für viele nicht zufriedenstellend, aus meiner Sicht aber ein logisches Ergebnis aufgrund der vorhandenen Qualität im Vergleich zu anderen Nationen.
Also für mich auch kein Grund unzufrieden mit dem Jungs zu sein.
Sie geben ihr Bestes bis zum Schluss!

Rubrik: Europameisterschaft Männer Nationalmannschaft

Deutschland – Dänemark 25:26

und Mazedonien – Spanien 20:31

Das Foto von Axel Kretschmer zeigt Dänen-Trainer Jacobsen bei einem Löwen-Spiel.

Günni Rodius: Wir sind aber auch wirklich zu doof zum gewinnen.
Prokop: Wir haben ne starke Abwehrleistung gebracht, bis Dänemark den siebten Feldspieler gebracht hat. Wir machen zu viele leichte technische Fehler und sind in vielen Pass-Aktionen zu naiv. Wir hatten zu viele leichte Ballverluste, bei unseren großen Abwehrspielern hat es bei den langen dänischen Ballpassage beim Umschaltverhalten und am Tempo gemangelt.
Kühn: Wir haben uns in der zweiten Halbzeit nicht clever genug angestellt und vorne in entscheidenden Aktionen die falschen Entscheidungen getroffen.

Rubrik: Europameisterschaft Männer

Kroatien – Norwegen 32:28 / Frankreich – Schweden 23:17

Frankreich 6:0
Kroatien 6:2
Schweden 4:2
Norwegen 4:4
Serbien und Weißrussland je 0:6

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4. Spieltag Hauptrunde

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Rubrik: Europameisterschaft Männer Nationalmannschaft

Deutschland – Tschechien 22:19

Steffen Fäth „man of the match“

Slowenien – Dänemark 28:31

Rubrik: Europameisterschaft Männer Nationalmannschaft

HBZ Umfrage zur EM Hauptrunde

Ralf Ludwig:

Foto: Pressedienst MSG Groß-Umstadt

Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass wir mit dem Potenzial dieser deutschen Mannschaft das Halbfinale erreichen müssen und werden. Auch wenn nicht die gezeigten Leistungen der letzten beiden Spiele arg verwundern.
Gut klappt in meiner Wahrnehmung unser Überzahlspiel und die immer wieder gezeigte individuelle Klasse einzelner Spieler. Auch nehme ich den Einsatz und den Teamgeist nach wie vor positiv wahr. Besser werden muss die Variabilität im Angriffsspiel. Ich habe den Eindruck, dass wird aufgrund der vielen Spieleroptionen keine klare Aufgabenverteilung haben und es keine „erste Zehn“ mehr gibt, wo jeder weis was sein Nebenmann macht. Sprich, uns fehlt die Eingespieltheit und damit die Sicherheit und das Selbstvertrauen im Angriffsspiel (im Rückraum).
Für mein Empfinden spielen wir zudem zu oft mit dem 7 Feldspieler. Uns geht dadurch die TW Qualität verloren und wenn wir dann mal 6:6 spielen wirken wir sehr hilflos. Das liegt aber wohl auch daran, dass ich diese Sch… nicht mehr sehen kann. Wir spielen ja neuerdings sogar 7:5 bei Überzahl… Das gefällt mir einfach nicht – auch wenn es (leider) ein taktisches Mittel ist, das man natürlich parat haben muss.
Ich denke nachdem jetzt Lemke da ist, braucht man nicht mehr zwingend was zu verändern. Jetzt fehlt eigentlich nur noch Fabian Wiede. Aber dazu ist genug geschrieben.

Mein Tipp: Deutschland und Frankreich kommen ins Endspiel.
Ich hoffe nach wir vor, dass wir Europameister werden. Die beste Mannschaft jedenfalls haben wir.
Aber die hatten wir letztes Jahr auch schon…

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HBZ Umfrage zur EM Hauptrunde

Christian Plesser:

Foto: Pressedienst TBV Lemgo

Für die deutsche Mannschaft geht es jetzt um alles oder nichts.
Die Nachnominierung von Finn Lemke war absolut richtig und musste passieren. Mit ihm und Peke haben wir jetzt mehr Sicherheit im Defensivbereich. Meiner Meinung müsste Julius Kühn im Angriff mehr Spielzeit bekommen.

Wir können das Halbfinale erreichen, ich bin optimistisch.

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HBZ Umfrage zur EM Hauptrunde

Hans-Jürgen „Hübi“ Hübner:

Ich bleibe bei meiner Favoritenauswahl (Kroatien, Frankreich, Serbien und Deutschland), wobei ich Serbien jetzt wohl streichen darf.
Zur DHB-Auswahl sage ich besser nichts. Mir gefällt die Spielweise und das Auftreten überhaupt nicht. Auch der Bundestrainer hat durch seine Entscheidungen bei mir viel Respekt eingebüßt. Einzig kann ich Kretsche gratulieren, der dem DHB eine fette Ablöse abgerungen hat.
Insgesamt wird mir der Handballsport zu sehr verwissenschaftlicht und durch taktisches Geplänkel wird den Jungs die Freude am Spiel genommen. Auch werden durch taktische Aufstellungen Spieler verbrannt. Das gefällt mir alles nicht.
Der Kommentator der ARD-Übertragung ist nur schwerlich zu ertragen.
Trotzdem drücke ich den Jungs die Daumen und hoffe auf das Halbfinale, welches ich für ein erreichbares Ziel einschätze. Dabei hilft der ausgeglichene Punktestand der Mannschaften in unserer Zwischenrunde. Die Jungs müssen sich allerdings steigern.

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HBZ Umfrage zur EM Hauptrunde

Gerhard Döll:

Foto: Pressedienst FSG Ober-Eschbach/ Vortaunus
Ich denke, wie schon bei der ersten Umfrage gesagt, das Halbfinale ist drin. Zu mehr braucht’s viel Glück. Neue Spieler braucht es nicht mehr. Die Teams sind so ausgeglichen, dass Kleinigkeiten –  damit sind auch die Schiedsrichter gemeint -entscheiden werden.
Frankreich ist für mich der heißeste Anwärter auf den Titel.
Ich denke, die letzte Auszeit gegen Mazedonien war unglücklich genommen. Die zweite Welle lief, der Gegner war noch nicht formiert. Diese Welle auszuspielen, hätte die Chancen auf einen Sieg erhöht. Trotzdem, diese Spannung macht den Reiz des Handballsports aus.
Es ist Klasse, dass Nationen wie z.B. Slowenien, die gerade einmal 3% der Einwohner Zahl der BRD erreichen, so gut mitmischen.

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HBZ Umfrage zur EM Hauptrunde

Volker Rehm:

Die Vorrunde verlief insgesamt überraschend. Einzig Frankreich hatte am Ende 6:0 Punkte, alle anderen gaben mindestens einen Zähler ab. Das spricht für eine große Ausgeglichenheit. Besonders der Sieg Tschechiens gegen Dänemark sollte der Deutschen Mannschaft die Stärke des Gegners vedeutlichen.

Womit wir beim Abschneiden der „bad boys“ wären. Aktuell fehlt mir noch das Team als Einheit. Die mannschaftliche Stärke hat zum Erfolg vor zwei Jahren beigetragen. Wirklich überragende (Einzel-)Weltklassespieler haben wir nicht, wir brauchen eine stabile Abwehr und einen geschlossenen Angriff. Und das fehlt noch in der letzten Konsequenz.

Negativ empfinde ich die Unruhe, die von außen hereingetragen wird. Ich glaube, manche Ehemaligen wären gerne selbst Bundestrainer und sind deswegen mit Kritik ganz vorne dabei. Wie gut Christian Prokop arbeitet, ist für mich schwer einzuschätzen. Teilweise werden individuelle Fehler gemacht, die ihm nicht anzukreiden sind. Allerdings wirkt es punktuell so, dass er und seine Jungs noch mehr zueinander finden müssen. Hoffe das der Verband ihm unabhängig von Ergebnissen die Zeit gibt, seine Ideen umzusetzen.

Deshalb glaube ich, dass wir in der Hauptrunde nur 3 oder 4 Punkte holen. Ob es damit fürs Halbfinale reicht, weiß ich nicht, es wird eng. Frankreich und Norwegen wirken souverän, Kroatien hat den Heimvorteil. Deshalb denke ich, dass aus diesem Trio der Sieger kommt. Sollte Deutschland doch das Halbfinale oder Finale erreichen, hoffe ich, dass damit die Probleme, die der Handball hat, nicht wieder in den Hintergrund rücken.

Kaum ein Kind wird auf Dauer zum Handball kommen, bloß weil wir mal zwei Wochen positiv im Fernsehen sind. Uns fehlen Kinder und Jugendliche, Schiedsrichter, sowie Ehrenamtliche als Trainer und qualifizierte Funktionäre. Hier gilt es für den DHB und die Verbände anzusetzen, unabhängig vom Abschneiden der Nationalmannschaft.

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HBZ Umfrage zur EM Hauptrunde

Stefan Bartels:

Foto: Pressedienst TuS Kriftel

Quo vadis Nationalmannschaft?

Für mich ist die Partie gegen Tschechien die wegweisende Begegnung in der Hauptrunde. Verliert das Team dieses Spiel, so wird es wohl nichts mehr mit dem Halbfinale. Zwei Siege gegen Dänemark und Spanien sind zwar möglich, aber dazu bedarf es einer deutlichen Leistungssteigerung gegenüber den beiden Partien gegen Slowenien und Mazedonien. Rückblickend waren die gezeigten Leistungen in der Vorrunde passabel, jedoch keineswegs auf Weltklasseniveau. Die Abwehr zeigte gerade mit der Nachnominierung Lemkes mehr Stabilität, hat aber mit wendigen Spielertypen ihre Probleme. Auch bullige Kreisläufertypen bereiten in der einen oder anderen Situation Sorge. Die Torhüter haben gezeigt, wie wichtig sie für das Team sind. Sowohl Wolf als auch Heinevetter sind Garanten für weitere Siege. Positiv bewerte ich auch die Moral des Teams, welches sich von größeren Rückständen nicht von ihrem Weg abbringen lässt.

Sorgenkind ist für mich der Angriff. Es fehlt für mich vor allem Pass- und Laufgeschwindigkeit. Ferner müssen mehr Rückraumtore aus der zweiten Reihe erzielt werden. Das Binden von Abwehrspielern bei neun bis zehn Metern findet zu selten statt, um Räume für den Kreisläufer zu generieren. Des Weiteren fehlt mir zu oft der Spielwitz, gerade in der Kleingruppe. Hier muss das Team sicher variabler auftreten. Ich wünsche mir zudem mehr Einsatzzeiten für Jannik Kohlbacher, der für mich der beste Kreisläufer im Angriff ist.
Auffällig ist, dass sich die Spieler bereits des Öfteren über die taktische Marschroute des Bundestrainers hinweggesetzt und ihre eigenen Entscheidungen getroffen haben. Dies kann für ein großes Vertrauensverhältnis zwischen Trainerstab und Mannschaft sprechen, aber auch Probleme in der Zusammenarbeit offenbaren.
Es bleibt also spannend, den weiteren Weg des Teams zu beobachten. Alle drei Hauptrundengegner hatten auch ihre Schwächephasen in der Vorrunde. Das Halbfinale ist möglich, aber es wird verdammt schwer!

Topfavorit bleibt für mich weiterhin Frankreich, aber auch Norwegen und Schweden haben mich begeistert.

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HBZ Umfrage zur EM Hauptrunde

Christian Fleischer:

Zunächst freut es mich für unsere so tolle Sportart, dass Handball aktuell in aller Munde ist, gar die Tagesschau wegen Handball verschoben werden musste – das ist doch schon mal ein kleiner Erfolg im Fussballland Deutschland 😉

Mein Tipp zum deutschen Abschneiden:
Wir werden heute Tschechien schlagen, gegen in Entscheidungsspielen abgezockte Dänen wahrscheinlich verlieren und am Mittwoch im direkten Duell mit Spanien um den Halbfinaleinzug spielen. Diesen werden wir schaffen und dann wäre man wahrscheinlich gegen Frankreich der absolute Außenseiter, was dem Team vielleicht aber auch gut tut?!

Das Team wirkt v.a. am Angriff nicht sattelfest, es herrscht (sicher auch durch die vielen, vielen Wechsel des Bundestrainers) große Verunsicherung bei vielen Akteuren. Hier wünsche ich mir für die Hauptrunde mehr Vertrauen des Trainers in seine „Erste Sechs“, mit Spezialaufgaben für die ergänzenden Spieler.

Frankreich scheint der Topfavorit auf den EM-Titel, alles andere wäre eine Überraschung.

Mich freut es, dass auch so viele Nichthandballer die EM verfolgen und mit dem Team mitfiebern. Hiervon können wir ja auch als kleine Vereine profitieren. Vielleicht verirrt sich ja der ein oder andere Fan mal in die heimische Handballhalle und v.a. das ein oder andere Kind mehr in ein Handballtraining.
Alleine deshalb schon wünsche ich unseren Jungs für die weiteren Spiele mehr Selbstvertrauen und dem Bundestrainer mehr Gelassenheit in engen Spielsituationen.

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HBZ Umfrage zur EM Hauptrunde

Olaf Anthes:

Foto: Privat
Die deutsche Handball-Nationalmannschaft steht an diesem Freitagabend vor ihrem wichtigsten Spiel seit knapp zwei Jahren. Ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen: Das erste Hauptrundenspiel bei dieser EURO18 gegen Tschechien ist für den Fortgang der Entwicklung dieser Mannschaft unter ihrem neuen Trainer Christian Prokop wichtiger als das damalige Finale in Polen, das zu einem Zeitpunkt stattfand, als das deutsche Team ohnehin schon die Herzen aller erobert hatte. Geht das gegen Galia, Horvath und Co. jedoch schief, gibt das ganz sicher einen unverhofften Tiefschlag innerhalb der Vorbereitung auf die (halbe) Heim-WM im kommenden Jahr.

Bevor wir es jetzt aber ganz verdrängen: Nur ein Jahr nach dem Sensationserfolg in Polen offenbarte sich die perplex machende Unreife dieser Mannschaft bei der WM 2017 im Ausscheiden gegen Katar. Keiner kann mir erzählen, dass der völlig zurecht so hochgelobte damalige Bundestrainer Dagur Sigurdsson nicht im Vorfeld dieser ab Minute 15 so grottenschlechten Partie seiner Mannschaft diese im Vorhinein mit Engelszungen beschwört hatte, allen Willen, alle Kraft, alle Konzentration in eben dieses Duell zu investieren und auf gar keinen Fall auch nur ein bisschen weiter zu denken.
Doch selbst ein Dagur Sigurdsson vermochte diese Einsicht nicht bei seiner Mannschaft durchzusetzen.

Wiederum ein Jahr später ist es nur bedingt zielführend, dass in dieser Situation viele – natürlich allen voran die Medien (vgl. z.B. den offenen Brief von sportbild.de-Reporter Dietmar Gessner an Christian Prokop vom 18.01.2018) – vom neuen Bundestrainer endlich mehr Führungsstärke, weniger (unterstellte) Dünnhäutigkeit und viel mehr Vertrauen in dafür sensible Spieler (Fäth, Kühn, Häfner) fordern.
Das ist freilich nachvollziehbar, wünschenswert und notwendig, aber für die Hauptrunde und die damit im Vorhinein formulierten Teamziele nicht allein entscheidend!

Maßgeblich wird sein, dass die gesamte Mannschaft sich endlich, endlich HOCH EMOTIONALISIERT, so wie Finn Lemke es vormacht; dass die Spieler diese folgenden drei Spiele – eines nach dem anderen und nicht alle drei auf einmal oder das zweite vor dem ersten – zu IHRER EIGENEN SACHE machen. SIE müssen das Heft des Handelns in die Hand nehmen. Und Prokop muss dafür sorgen, dass jetzt in der Abwehr- und in der Angriffsformation zunächst einmal Konstanz und Verlässlichkeit herrschen. Das kann er auch, wenn er es denn wirklich will – aber jetzt MUSS er -, da bin ich mir sicher..

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Rubrik: Europameisterschaft Männer Nationalmannschaft

HBZ Umfrage zur EM Hauptrunde

Jörg Allendorf:

Foto: Steffen Fäth – Jörg Allendorf – Michael Allendorf

Ich hatte ja „vor Beginn“ der EM gesagt, dass „alles drin“ ist – falls die dt. Nationalmannschaft diese starke Gruppe dominiert und gewinnt. Jetzt – nach diesen beiden zittrigen Unentschieden und dem klaren Erfolg gegen Montenegro – bin ich nicht mehr so sicher, dass wir die Hauptrunde überstehen. Um das zu gewährleisten, muss jetzt – sowohl von den Spielern, als auch vom aktuellen Bundestrainer – eine „deutliche Steigerung her“ um gegen Spanien, Dänemark und Tschechien bestehen zu können.
Einige Spieler rufen definitiv noch nicht Ihr wahres Leistungsvermögen ab. An welchen Faktoren das liegt, muss der Bundestrainer analysieren und ändern.
Fakt ist, das Spielsystem muss auf die Spieler und ihre Stärken zugeschnitten sein, bzw. deren Fähigkeit, es umzusetzen. Es kann nicht sein, dass dieser „junge“ Trainer eine Spiel-Philosophie oder eine Spiel-Taktik durchsetzen will, mit der Fäth – Kühn – Weber – oder Häfner nicht zurechtkommen und dadurch im Verhältnis zu ihrem wahren Leistungsvermögen wie „gehemmt“ wirken.
Richtig gut war in den letzten zwei Spielen eigentlich gar nichts – aber so richtig schlecht war aber auch nichts (mit Ausnahme vielleicht der 1. Hälfte vom Slowenen-Spiel). Klar wäre ein Wiede oder ein Schiller / Dahmke noch eine Nachrücker-Option. Aber zuerst müssen die Spieler, welche unten in Kroatien sind, mal ihres wahres ICH zeigen und entsprechend klug eingesetzt werden.

Es ist schwierig zu sagen, wer ins Endspiel kommt und wer die EM gewinnt; bei den Ergebnissen, die dort unten derzeit passieren. ormal würde ich sagen: Frankreich – Spanien; aber es könnte auch Norwegen – Dänemark sein.
Der Hammer wäre: Kroatien – Mazedonien 🙂

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EM Donnerstag

Hauptrunde, Gruppe 1

Serbien – Norwegen 27:32
Kroatien – Weißrußland 25:23

1. Schweden 4:0
2. Frankreich 4:0
3. Norwegen 4:2
4. Kroatien 4:2
5. Weißrussland 0:6
6. Serbien 0:6

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HBZ Umfrage zur EM Hauptrunde

Jürgen „Kleini“ Kleinjung:

Leider ist die Vorrunde nicht so gut gelaufen, wie es alle erwartet haben. Die Stärke ausgeglichen zu sein war eher eine Schwäche.
Es gab keine Stammformation wie bei den etablierten Teams und im Rückraum wurde viel gewechselt und umgestellt.Das brachte eine gewisse Unruhe und Verunsicherung. Jetzt ist die Deckung mit Finn Lemke wieder stabiler und hat sich gefangen, im Angriff ist noch Steigerungsbedarf. Trotzdem ist die Hauptrunde mit 2 Punkten erreicht und damit noch alles offen.
Es war zwar bisher kein Handball-Leckerbissen, aber die Mannschaft hat bis zum Schluss gekämpft und nie aufgegeben. Mich haben viele „Nichthandballer“ angesprochen, die von der Spannung und den Spielen angetan waren. Das ist für unsere Sportart sehr wichtig.

Wie geht es weiter? Das Team muss sich auf jeden Fall steigern, wovon ich ausgehe. Sie gewinnen gegen Tschechien und dann wird es sich in den Spielen gegen die Spanier und Dänen zeigen, ob das Halbfinale erreicht wird. Immerhin gehen die Spanier/Dänen/Tschechen auch alle mit 2 Punkten in die Hauptrunde.

Also weiter die Spiele verfolgen und die Daumen drücken.
Es ist noch „ALLES“ möglich!

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HBZ Umfrage zur EM Hauptrunde

Sebastian „Seppel“ Häuser:

Foto: Privat
Ich habe das Gefühl, dass das Team verunsichert ist. Und die von mir gespannte Frage vor dem Turnier, der Flexibilität im Rückraum, ist derzeit ein Problem. Denn unter dem alten Bundestrainer wurde auch viel gewechselt, aber es entstand kein Bruch. Vielleicht ist sich da auch noch Prokop zu unsicher? Er wechselt viel, doch es greift nicht. Was wäre, wenn mal eine Konstellation mehr als drei Angriffe in Folge bestreitet? Aktuell gibt es keine gute Konstellation, die uns im Angriff gefährlich genug macht. Wir sind auch irgendwie sehr ausrechenbar. Es fehlt die spielerische Leichtigkeit. Und die Durchschlagskraft. Kühn wird meiner Meinung nach zu wenig in Position gebracht (erst vier EM-Tore). Zu dem ist Weber noch nicht richtig in Form. Und der Rest spielt mal stark und dann wieder schwach. Ich denke, dass die Abwehr von Spiel zu Spiel nun immer besser werden wird. Und somit auch hoffentlich ein paar einfache Tore per Überlauf erzielt werden können. Spannend bleibt, wie sich der Angriff schlagen wird.
Mich freut es sehr, dass Lemke nach nominiert wurde. Die Abwehr wirkt stabiler. Und er ist für die Einstellung und Motivation sehr wichtig. Einen Wiede für einen Janke nachzunominieren, würde ich spannend finden. Aber da ist der Bundestrainer natürlich viel näher dran, um den Besten Kader zu bestimmen.
Von der Punktzahl her ist alles noch im grünen Bereich. Daher finde ich, dass das Glas noch halb voll ist. Und wir ziehen ins Halbfinale ein. Sieg gegen Tschechien. Niederlage gegen Dänemark. Sieg gegen Spanien. Ich denke wir gehören noch zu den Favoriten. Und ab dem Halbfinale ist alles möglich. Evtl. unterschätzen uns ja die Franzosen im Halbfinale, aufgrund der bisherigen Leistung? Oder wir wachsen über uns auf einmal hinaus?
Kroatien würde ich aufgrund des Heimvorteils noch nicht abschreiben. Das Spiel gegen Norwegen wird spannend. Frankreich und Dänemark kommen weiter. EM Sieger ist für mich immer noch offen.

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HBZ Umfrage zur EM Hauptrunde

Michael Franz:

Foto: Pressedienst HSG Dietzenbach
Nachrücken muss im deutschen  Team meiner Ansicht nach keiner mehr, auch wenn Wiede sicher nicht schaden würde. In unserem Team wird die Abwehr jetzt deutlich stabiler und auch aggressiver sein; das Manko sehe ich im Angriff: Weinhold wird nicht mehr soviel kreuzen können, Häfner setzt sich vielleicht frecher durch. Es wird daran hängen, ob Fäth noch gefährlicher und zwingender als gestern aufspielen wird und Gensheimer sich endlich mal bei einem Turnier in Weltklasseform kämpft; trotzdem wird es ggfs. gegen die Blauen in einem möglichen Halbfinale nicht reichen.
Ein Problem ist vielleicht, dass es keinen richtigen Rückraum-Leader gibt (wie Hansen, Karabatic o.ä.) und Prokop das nicht so auffangen kann, nicht soviel Selbstvertrauen und Spielmut erzeugen kann wie sein Vorgänger.
Ich tippe mal auf taktischen Sieg gegen Tschechien, Niederlage gegen Dänemark und Kampfsieg gegen Spanien, glücklich Platz 2 – und dann wird das Aus gegen Frankreich im Halbfinale kaum zu vermeiden sein*.
Die andere Gruppe scheint mir spannender, hinter Frankreich folgt Norwegen oder Schweden – oder doch noch Kroatien?
Ich tippe auf ein Finale Frankreich gegen Dänemark, auch weil hier wahrscheinlich die größten Kraftreserven schlummern – Dänemark mit besseren Torhütern leicht im Vorteil.

*  Ich täusche mich da supergerne!  

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3. Spieltag Gruppe C



Fotos: Dirk Florian

Hallo Handballfreunde,

die Vorrunde ist beendet und wir können ein kleines Resümee ziehen. Auch heute war es trotz Finns Rückkehr wieder ein Spiel das in der Abwehr entschieden wurde…
Oder eben doch nicht entschieden wurde.
Nach einem großartigen Beginn der mazedonischen Mannschaft mit zwei wirklich stabilen Kreisläufern. Die Jungs bekamen sie dann besser in den Griff dafür durfte Lazarov das ein oder andere Tor erzielen, unterstützt von seinem Löwen Kollegen Taleski.
Dann jedoch bekam das deutsche Team das Spiel offensichtlich in den Griff und das Team von Christian Prokop konnte sogar mit drei Toren in Führung gehen. Doch das Team Mazedonien kam zurück und mehr als zwei Tore Vorsprung konnten von keiner Mannschaft mehr erreicht werden im weiteren Verlauf. So endete das Spiel auch gerecht mit einem unentschieden und da dieser Europameisterschaft die meisten Ergebnisse etwas durcheinander gewürfelt waren geht die Hauptrunde im Grunde genommen allen Teams mit null los. Die Erfüllung war es für die deutschen Fans nichts, aber es war eben bisher auch kein Beinbruch. Vielleicht beschäftigen wir uns zu sehr mit dem neben Kriegsschauplätzen und sollten uns tatsächlich einfach nur noch auf den Handball beschränken. Und das machen wir. Punkt. Ab morgen Früh.

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Rubrik: (Weiterlesen) Europameisterschaft Männer

AOK-Sportbotschafter Paul Drux blickt auf das Videobeweis-Drama gegen Slowenien zurück #nähergehtnicht

Mit freundlicher Genehmigung der |SIDELINES | Agentur für Kommunikation GmbH:

„Wir sind stark zurückgekommen, das wollen wir mitnehmen!“

Das Video nach „Weiterlesen“:

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Rubrik: Europameisterschaft Männer Nationalmannschaft

Deutschland – Mazedonien 25:25

Nächstes Deutsches Spiel am Freitag.

Gegen Tschechien!

18.15 Uhr Anwurf, ab 18.00 Uhr live im ZDF.

Sonntag: Dänemark, 18.15 Uhr.
Mittwoch: Spanien, 20.30 Uhr.

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2.Spieltag der Gruppe C

So da hätten wir den zweiten Spieltag der deutschen Gruppe geschafft oder hat er uns geschafft?

Wir sind relativ euphorisch in die Halle gekommen. Die Betonung liegt auf relativ!
Und wir haben gleich gesehen was wir befürchtet hatten – nämlich dass die Slowenen genau wissen,
es geht um Leben oder Ausscheiden so haben Vujos Jungs auch sofort alles gezeigt was sie können, voller Einsatz und um jeden Ball kämpfen.
Während dessen haben die #badboys ein wenig zu wenig getan. Und ehe man sich versah lag man zuerst mit einem, dann mit zweien, dann mit dreien… Jedenfalls überraschend zur Halbzeit mit fünf Toren zurück.
Die zweite Halbzeit gehörte dann unserem Team auch wenn zu keiner Zeit eine Souveränität zu spüren war, aber über die Gründe wird sicherlich unser Bundestrainer mit seinem Trainerstab und vor allen Dingen mit den Spielern reden.
Und deshalb werden wir jetzt den Punkt feiern!
Denn der bedeutet den Einzug in die nächste Runde.
Morgen ist wieder Erholung angesagt!
Aber wir glauben, dass vor Ort viel Fleisch und viel Kuchen helfen wird …
Natürlich nur für uns und nicht für die Spieler – um uns auf den dritten Vorrundenspiele Tag vorzubereiten.
In unserer Runde besteht Einverständnis, dass wir in jedem Turnier einen Hänger brauchen!
Und den hatten wir heute, und der soll reichen!

Rubrik: Europameisterschaft Männer

HBZ Umfrage zur Europameisterschaft

Norbert Wanner
(ehem. Abteilungsleiter HSG Hochheim/ Wicker)

Foto: Privat
Deutschland ist für mich Top-Favorit der EM. Ich denke, wir werden als Gruppensieger in die Hauptrunde einziehen. Die Top-Favoriten in den anderen Gruppen sind für mich Island/Schweden, Frankreich und Spanien.
Zum Kader kann man unserem Bundestrainer nur gratulieren, wenn er drei aktuelle Europameister zuhause lassen muss, dann ist die Auswahl mehr als groß und ich schätze Christian Prokop sehr, sowohl als Coach, wie auch als Motivator!
Ich will jetzt hier nicht den Propheten spielen, aber nach meiner Einschätzung stehen wir am 28. Januar im Finale.

Rubrik: Europameisterschaft Männer Nationalmannschaft

Deutschland – Slowenien 25:25

7m durch Reichmann Minuten nach dem Apfiff aufgrund von berechtigten Protesten der Deutschen nach slowenischer Verhinderung der schnellen Mitte. (Videobeweis)

Deutschland in der Hauptrunde.

Wenn Montenegro am Mittwoch gegen Slowenien gewinnt und Deutschland Mazedonien schlägt, dann zieht das DHB Team ohne Minuspunkte in die Hauptrunde.

Rubrik: Europameisterschaft Männer

HBZ Umfrage zur Europameisterschaft

Patrick Zörb
(Abt.-Leiter Handball TV 05/07 Hüttenberg)

Die Deutsche Nationalmannschaft zählt natürlich als Titelverteidiger zum Kreis der Favoriten.
Allerdings sehe ich einen relativ großen Kreis von Mannschaften die in der Lage sind Europameister zu werden. Allen voran die starken Franzosen und die Kroaten mit dem Heimvorteil werden schwer zu schlagen sein. Aber auch Dänemark, Spanien oder Norwegen haben sehr starke Mannschaften.
Die „Balkan“-Gruppe in der Vorrunde hat es natürlich in sich, sollte aber machbar sein. In den K.O.-Spielen entscheidet die Tagesform und die Torhüterleistung – da die deutsche Mannschaft hier sehr gut aufgestellt ist, hoffe ich auf´s Halbfinale.
Die Nominierung von 4 Kreisläufern und nur einem Linksaußen ist sicher etwas überraschend. An der großen Diskussion um die Nominierung des Bundestrainers möchte ich mich nicht beteiligen. Ohnehin besteht ja noch die Möglichkeit Spieler zu tauschen, von der Bundestrainer Prokop sicher Gebrauch machen wird.

Rubrik: Europameisterschaft Männer

EM Eindrücke Spieltag 2

Gruppe C – Hammer!


Foto: Dirk Florian
Ja auch das Ergebnis der Jungs, aber erst die Stimmung bei dem Zweiten Spiel war natürlich am besten gewesen.
Slowenien gegen Mazedonien ein absoluter Kracher vor einer dann wirklich vollen Halle. Aber kommen wir gleich noch mal zurück zum ersten Spiel der #badboys. Super konzentriert und nicht so schnell die Nerven verlierend und vor allen Dingen geil auf die ersten Punkte. Zu keiner zeit gab es irgendwelche Zweifel darüber dass die ersten beiden Punkte nach Hause gefahren werden konnten. Dem Gesichtsausdruck nach war auch Andreas Michelmann sichtlich zufrieden, nicht nur mit dem Ergebnis sondern auch mit dem auftreten der deutschen Nationalmannschaft. Trotzdem war das zweite Spiel das stimmungsvollere und lautere Spiel. Schon als die beiden Mannschaften einliefen tobten die roten und blauen Fans und gaben sich einen gesanglichen Kampf. Das ist Europameisterschaft das ist Handball und das ist das was wir lieben.

Rubrik: Europameisterschaft Männer

HBZ Umfrage zur Europameisterschaft

Matthias Kornes
(www.ballgewinn.de)

Es ist schon wieder EM – oder WM? Olympia? Mir fällt es zusehends schwerer, mich über eine EM oder WM zu freuen oder ihr gespannt entgegen zu blicken. Der Wechsel im jährlichen Rhythmus ist für mich, zugegebenermaßen, etwas schnell. Wie alle Jahre wieder kann man nun über Kader oder Aufstellung und Taktik debattieren, oder auch den jeweiligen Bundestrainer kritisieren oder belobigen. Was erwarte ich also von dieser EM?
Es wird, genau wie in den Vorjahren, wenig Entwicklung im spielerischen Bereich geben. Der „HBL-Spielstil“ wird weiter dominieren. Einige Nationen nutzen ihre nationalen Spezialitäten in der Ausbildung und werden somit etwas anders spielen als die massiv „HBL-geprägten“ Nationen. So werden Spanier oder Slowenen wieder mit individuell gut geschultem Kleingruppenhandball in der Defensive und Offensive aufwarten.
Die Torwarte werden einmal mehr den finalen Ausschlag geben über Sieg oder Niederlage, sind doch die meisten Ballgewinne mittlerweile nicht mehr durch Abwehrspieleraktionen, sondern durch Torwartaktionen zu verzeichnen. Es wird das fürchterliche Spiel mit leerem Tor geben inklusive der packenden Frage, ob er denn nun trifft, ins leere Tor, oder nicht. Und wie gehabt wird die Frage, wessen Spieler diese brutale Terminhatz in einer EM am besten überstehen, genauso wichtig sein für die Antwort auf den Titelträger wie spielerische Klasse.
Was bleibt am Ende der EM? Ein Titelträger, ein Zweiter, ein Dritter, Enttäuschte und Zufriedene. Ein paar Analysen in der Handball-afinen Presse- und Medienlandschaft.
Und schon ein paar Tage danach versickert der deutsche Handball wieder hinter der SKY-Wall ins Unbedeutende.
Dorthin, wo er ja auch die meiste Zeit verbringt. Daran wird auch ein Titelgewinn der Prokop-Männer nichts ändern.
Ich habe häufig mit Kindern zu tun. Die sind meist erfrischend ehrlich. Selbst wenn sie aus der Sportart kommen – dass jetzt EM ist, das haben die meisten nicht mitbekommen.
Oder, wie das der kleine Lukas (11 Jahre, seit vier Jahren Handball) jüngst treffend auf den Punkt brachte:
„Was, es ist Europameisterschaft? Kann nicht sein, es ist Weltmeisterschaft, im Sommer.“

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HBZ Umfrage zur Europameisterschaft

Florian Heinzer
(Spieler TGS Langenhain)


Ich glaube die deutsche Mannschaft zählt für viele zu den absoluten Favoriten – für mich natürlich auch und es wäre grandios für den deutschen Handball wenn das DHB-Team den Titel verteidigt. Den Kader finde ich sehr interessant sicherlich mehr oder weniger das stärkste was es zur Zeit gibt. Doch die Frage die ich mir stelle, ist ob man wieder den Teamspirit des letzten Turniers entwickeln kann. Wenn das gelingt ist alles möglich!
Natürlich gehören die üblichen Verdächtigen wie Frankreich und Dänemark immer zu den (Mit-)Favoriten.
Die Kroaten werden denke ich über sich hinaus wachsen und auch unter den letzten vier stehen da sie von Publikum getragen werden.
Man darf gespannt sein, denn auch die „Underdogs“ haben Spieler die Spiele alleine gewinnen können – siehe Nenadic oder Palmarson.

Rubrik: Europameisterschaft Männer

HBZ Umfrage zur Europameisterschaft

Michael Blechschmitt
(Manager TV Groß-Umstadt)

Foto: Pressedienst TV Groß-Umstadt
Ich glaube die deutsche Mannschaft ist gut aufgestellt und gut vorbereitet für das große EM Turnier.
Die „vermeintlich“ besten bundesdeutschen Handballspieler sind im Kader und werden motiviert alles daran setzen den Titel zu verteidigen. Ausschlaggebend für den Erfolg wird sicher der Start in das Turnier sein und ob sich die deutsche Mannschaft im Verlauf des Turniers steigern kann.
Die Mannschaft wird – da bin ich mir sehr sicher – ins Halbfinale einziehen, ab dann entscheiden Nuancen. Eine Endspielteilnahme ist sicher im Bereich des möglichen.
Großer Favorit ist für mich Kroatien, die den Heimvorteil nutzen werden.
Schade ist für mich die wiederholt, absolut mangelnde Medienaufmerksamkeit. Eine der packendsten Hallensportarten wird an den Rand gedrängt und verschwindet hinter Regionalligapartien im Fußball. Das darf nicht sein und muss unbedingt verbessert werden.
Da hat auch der DHB und die HBL noch viel zu tun, die sollten endlich mal Medienprofis an das Thema lassen und einen Masterplan entwickeln. Handball muss viel stärker in den Focus rücken, in den Verbänden muss der „Muff“ der überholten Bürokratie ausgetrieben werden. Gerne greife ich hier auch mein Lieblingsthema auf, der Solidarabgabe der reichen Sportverbände und Vereine – vornehmlich Fußball – an eine unbürokratische Organisation, von den geschätzten 800 Mio. Euro, die der Fußball hier im Land umsetzt, sollten 5 % Solidarbeitrag (40 Mio. Euro) an alle anderen benachteiligten Sportverbände zur Entwicklung und Unterstützung der Vereine abgegeben werden.

Rubrik: Europameisterschaft Männer

HBZ Umfrage zur Europameisterschaft

Henning Opitz:
(Ehrenvorsitzender Freundeskreis des Deutschen Handballs e.V.
Ehrenpräsident Handball-Verband Berlin e.V.
Ehrenmitglied Deutscher Handballbund e.V.
Ehrenmitglied Sport-Club-Charlottenburg e.V.)

Henning Opitz, privates lizenzfreies Foto ursprünglich erstellt von der HBL

1. Der Status des Teams als aktueller Europameister und Titelverteidiger
Unsere Mannschaft trägt die Last des Titelverteidigers. Das hätte ihr vor zwei Jahren in Polen niemand zugetraut. Doch nach der WM-Niederlage im Achtelfinale vor einem Jahr weiß man, dass das Team verwundbar ist. Dadurch gewarnt wird die Mannschaft Stärke zeigen und erfolgreich sein.

2. Was meinen Sie zur Nominierung des Kaders?
Der nominierte Kader trägt die Handschrift des Trainers und dessen Auffassung schnellen Handball zu spielen. Die Nichtnominierung von Dahmke und Wiede kann ich nachvollziehen. Die von Lemke nicht. Doch Prokop ist der Entscheider. Wenn notwendig, wird er die durch Nachnominierungen ändern.

3. Wie finden Sie die Vorrundengruppe
Jede der Gruppen hat es in sich. So auch die Vorrundengruppe unseres Teams. Eine EM ist eben schwieriger zu spielen als eine WM. Alle drei Gegner können, nein sie müssen geschlagen werden, schon um Punkte in die Hauptrunde mitzunehmen.

4. Erfolgstipp – wie weit kommt das Team?
Mein Tipp ist, dass wir das Halbfinale erreichen werden. Danach ist alles drin.

5. Ihre Favoriten?
Kroatien, Frankreich, Deutschland und Spanien.

6. Ihre EM-Helden 2018 (unabhängig von der Titelverteidigung)?
Da habe ich keinen Parat. Wenn es aber Spieler der zehn Berliner Füchse sind, die bei der EM in Kroatien für ihre Nationen auf dem Parkett stehen, würde ich mich freuen.

Rubrik: Europameisterschaft Männer

EM Eindrücke Spieltag 1


Fotos :Dirk Florian

Duvnjak: Das sah nicht gut aus mit seiner Wade.
Das erste Endspiel der EM hat Österreich verloren.

Schade, da war entschieden mehr drin. Interessanter noch das Debakel der Schweden, das sie am Ende noch so eben verträglich gestalten konnten.
War Island jetzt so gut und gegen uns so schwach oder wir so stark morgen – wir werden sehen. Frankreich grad so die Kurve gekriegt gegen erwartet starke Wikinger. Und Kroatien? Stark!

Stimmung in der Sports-Bar stark! Wir freuen uns auf die Jungs gegen Montenegro hier gleich nebenan.

Rubrik: Europameisterschaft Männer Nationalmannschaft

Deutschland – Montenegro 32:19

Rubrik: Europameisterschaft Männer

HBZ Umfrage zur Europameisterschaft

Stefan Bartels:
(Ehemals Trainer in Wallau, Rüsselsheim und Kriftel)

Foto: Pressedienst TuS Kriftel
Ich freue mich sehr auf die EM. Dieses Mal gibt es eine ganze Breite an Nationen, die zum Favoritenkreis zählen. Frankreich ist dabei sicher der Topfavorit. Sie haben eine gute Mischung aus erfahrenen und aufstrebenden, talentierten Spielern dabei. Kroatien mit dem Heimvorteil im Rücken gehört sicher auch zum Favoritenkreis, genau wie Dänemark. Spanien, Norwegen und auch der deutschen Mannschaft rechne ich Außenseiterchancen zu.
Die Kadernominierung durch Christian Prokop hat mich schon ein wenig überrascht. Mit Lemke und auch Wiede wurden zwei richtig gute und auch nach wie vor junge Spieler nicht nominiert, denen die Erfahrungen auf diesem hohen Niveau sicher für die Zukunft gut getan hätten. Dennoch sollte man die Kaderzusammenstellung des Bundestrainers nicht von vorne rein mit Argwohn und allzu viel Kritik beäugen. Er hat klare Vorstellungen, wie Abwehrtaktik und Angriffsspiel seiner Meinung nach auszusehen haben. Nach diesen Vorgaben stellt er sich den Kader zusammen und man sollte ihm vertrauen, die dafür richtigen Spieler ausgewählt zu haben.
Unsere Mannschaft verfügt zudem über zwei herausragende Torleute, die den UnTerschied in dem einen oder anderen Spiel ausmachen können. Die Vorrunde sollte daher kein allzu großes Kopfzerbrechen verursachen. Wie es dann weitergeht, wird sicher auch am Abschneiden der anderen Nationen liegen. Wenn man den ganz großen Brocken aus dem Weg gehen kann ist sicher das Halbfinale drin.
Ich drücke den Jungs auf alle Fälle die Daumen!

Rubrik: Europameisterschaft Männer

HBZ Umfrage zur Europameisterschaft

Matthias Hieronimus:
(Ex-A-Jugend Bundesliga Trainer HSG Wiesbaden,
davor erfolgreich beim TuS Holzheim, Landesliga Männer)

Archivbild
Als Titelverteidiger wird es sicherlich etwas schwieriger als 2016, jeder will uns schlagen, keiner wird uns unterschätzen!
Wir zählen zusammen mit Frankreich und Dänemark zu den absoluten Top Favoriten.
Wir haben einen super Kader, gerade in der Breite kommt keine Mannschaft an uns ran, wir könnten nach 15 min komplett wechseln (bis auf Gensheimer) es würde keinen Abbruch geben.
Wie weit wir kommen hängt in den entscheidenden Spielen von den Torhütern ab, wenn sie ihre Top–Leistung im entscheidenden Moment bringen, können wir es schaffen.
Seine Personalentscheidung kann man nachvollziehen, er wird seine Gründe haben, seine Philosophie die er durchzieht, wäre auch schlimm, wenn er alles so machen würde wie sein Vorgänger.
Man sollte einfach mal die Entscheidung akzeptieren, nicht immer alles in Frage stellen, hinterher ist man immer schlauer, sollte es schief gehen, hat es der Bundestrainer letztendlich zu verantworten und wir haben wieder hunderte von neuen Bewerbern.
Freuen wir uns das es endlich losgeht, auf schöne gemeinsame Handballabende mit Freunden und das wir es bis ins Endspiel schaffen!

Rubrik: Europameisterschaft Männer

HBZ Umfrage zur Europameisterschaft

Jackie Johnson:
(Trainerin Oberliga-Aufsteiger HSG Weiterstadt/ Braunshardt/ Worfelden Damen)

Als amtierender Europameister stehen unsere Bad Boys natürlich ganz anders im Fokus, als das noch 2016 war. Da waren sie ein Underdog, mit dem niemand gerechnet hat. Jetzt werden sie sicherlich ernst genommen und zwar von Spiel 1 an. Mal sehen, wie sie mit dieser Rolle zurecht kommen.
Ich glaube, ich war, ähnlich wie viele andere in Handball-Deutschland, ein bisschen überrascht, was die Aufstellung betrifft. Ich persönlich verstehe nicht, wieso er nur 1 Linksaußen mitnimmt, dafür aber 4 Kreisläufer. Es ist unbestritten, dass ein Uwe Gensheimer alle Spiele durchspielen KANN, aber warum MUSS er das denn? Sooo schlecht sind die anderen LA dahinter auch nicht. Aber gut, der Bundestrainer wird sich sicherlich was dabei gedacht haben und dann schauen wir einfach mal, was dabei rauskommt. Es besteht ja auch die Möglichkeit, noch nachzunominieren.
Und die Vorrundengruppe, die hat es in sich. Das sind mal 3 superschwere Auswärtsspiele, einfach weil die Balkanmannschaften ein irre frenetisches Publikum haben. Das muss man erstmal ausschalten und cool sein Ding weiterspielen. Aber wer ins Halbfinale kommen will, der muss genau das.
Hmm, mit Tipps tu ich mich immer schwer. Ich denke, wenn die Bad Boys ohne gravierende Verletzungen bleiben und gut ins Turnier kommen, dann können sie schon weit kommen. Ich mache mir aber darüber keine Gedanken, denn ich will einfach tollen, spannenden Handball sehen, und das kann ich auch, wenn ich die anderen Nationen schaue.
Meine Favoriten sind Frankreich, Dänemark, Norwegen und auch die Bad Boys. Aber Kroatien kann man auch einiges zutrauen….so im eigenen Land.
Meine EM-Helden verteilen sich durch viele der dort teilnehmenden Teams!

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HBZ Umfrage zur Europameisterschaft

Wieland Berkholz:
(Abteilungsleiter der FTG Frankfurt, Schiedsrichter auf Bezirksebene,
freiberuflicher Redakteur für www.handball-world.com)

Da ich für www.handball-world.com die Gelegenheit habe, die zweite Turnierhälfte in Zagreb redaktionell zu begleiten, steigt bei mir schon die Vorfreude. 2005 konnte ich als Tourist das Finalwochende der EM in Ljubljana, als das DHB-Team mit „Eike“ Immel den Titel holte, verfolgen. Ich bin natürlich gespannt, wie diese Europameisterschaften im Vergleich zu damals atmosphärisch verlaufen wird. Das Halbfinale zwischen Slowenien und Kroatien verlief damals in einer aufgeheizten aggressiven Stimmung, in welcher es auch auf dem Feld unsportliche Szenen gab. Auf die Schiedsrichter wird in den Begegnungen zwischen den ehemaligen jugoslawischen Staaten besondere Aufgaben zukommen. Ich bin aber zuversichtlich, dass deren Leistungen, wie schon bei den letzten europäischen Turnieren, gut sein werden.

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Rubrik: Europameisterschaft Männer

HBZ Umfrage zur Europameisterschaft

Michael Franz:
(Trainer HSG Dietzenbach)

Foto: Pressedienst HSG Dietzenbach
Also, insgeheim hoffe ich auf irgendeine Überraschung, z.B. Norwegen, Island o.ä. Aber (auch) für mich ganz klarer Favorit: Les Bleues! Höchste Spielkultur, mentale Souveränität, immer wieder neue Top-Talente und eine absolut überragende Athletik, was bei einem solchen Turnier sicher ein oder der Faktor ist.
Kroatien würde ich es gönnen, aber sie dürften spätestens im Halbfinale an den eigenen Erwartungen und Emotionen scheitern bzw. ihrer Fans; in der Vorbereitung zeigten sie sich recht überheblich. So gesehen wäre Gold für Kroatien eine Überraschung ebenso wie der Titel für unsere „Bad Boys“. Spanien finde ich langweilig, Dänemark wäre sicher auch ein Top-Kandidat.
Für das DHB-Team ist das die Feuerprobe – vor zwei Jahren war das wesentlich einfacher, eine ganz andere Situation. „Nicht Gold“ wäre für mich deshalb kein Misserfolg, das Halbfinale ein prima Ergebnis. Es käme darauf an, mit welcher Spielfreude, Präzision und auch Überzeugung sie auftreten. Von daher bin ich gespannt, wie (unser) Steffen durchs Turnier kommt, ob er seine Weltklassevorstellung von der letzten EM bestätigen kann. Offensichtlich vertraut auch der neue Bundestrainer auf seine Übersicht und Spielführung. Dessen Personalentscheidung finde ich mutig, aber auch nachvollziehbar, wenn er seine Philosophie durchziehen will, z.B. möglichst keine Tempoverluste durch alternativlose Abwehr-Angriffswechsel. Auf geht’s!

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HBZ Umfrage zur Europameisterschaft

Thomas Zeitz:
(Trainer FSG Mainz 05 / Budenheim – Meenzer Dynamites)


Das deutsche Team ist nicht mehr wie vor zwei Jahren in der Rolle des Underdog sondern geht als Titelverteidiger ins Rennen. Das ist gleichbedeutend mit Erwartungen von Innen und Außen. Es wird eine andere EM als vor zwei Jahren, und jeder will den amtierenden Europameister schlagen.
ch persönlich glaube, das es Fluch und Segen zugleich sein kann und es darauf ankommt, ob das formierte Team vom Teamgeist und der Teamleistung an die EM von vor zwei Jahren anknüpfen kann. So ein Turnier kostet anders als beim Fußball sehr viel Kraft und da werden mannschaftliche Geschlossenheit und Zusammenhalt eine große Rolle spielen.
Was die Nominierung angeht halte ich es wie viele meiner Vorredner hier und sage „abwarten“. Es sind bestimmt einige Überraschungen dabei, aber der Bundestrainer wird sich schon so seine Gedanken gemacht haben, wen er mitnimmt und wen er zu Hause lässt bzw. sich offen hält. Hinterher ist man immer schlauer, aber ich finde es auch vermessen, da vorher schon Kritik zu üben oder zu sagen „der oder der hätten unbedingt mitgemusst“. Wir kennen die Gründe nicht und spekulieren mag einigen Spaß machen, bringt aber nix und man liegt meistens verkehrt. Die Jungs, die da sind, werden alles geben. Und am Ende werden wir uns darüber freuen oder ärgern, was herausgekommen ist.
Die Gruppe ist wie alle anderen drei auch schwer. Bei einer Handball-EM gibt es überhaupt kein leichtes Spiel. Vielleicht ist es ein Vorteil, das alle drei Teams aus der Balkan-Region kommen und man ähnliche Spiel-Stile bespielen muss. Das wird die Vorbereitung darauf eventuell etwas erleichtern. Andererseits sind das alles mehr oder weniger Nachbar-Länder, was bedeutet, dass viele Zuschauer die Teams unterstützen werden. Letztlich ist es aber wirklich egal, weil es wie schon gesagt KEIN leichtes Spiel gibt.

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