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TV Großwallstadt will im Spitzenspiel punkten

Der TV Großwallstadt informiert:

TV Großwallstadt vs. Erlangen II

Foto: Axel Kretschmer
Die Reihe der Superlative ist vor dem Gipfeltreffen zwischen dem TV Großwallstadt und dem HC Erlangen II wahrlich lange: Am Sonntag treffen nämlich in Elsenfeld nicht nur die beiden mit Abstand besten Teams der Staffel Ost aufeinander, es sind fünf Spieltage vor Saisonschluss auch die zwei einzigen Staffelvertreter, die rechnerisch überhaupt noch für den Meistertitel in Frage kommen. Dabei erwartet der TVG als die stärkste Heimmannschaft aller 16 Staffelteams mit Erlangen den besten Auswärtsvertreter.

Eines dieser Attribute wird am Sonntag allerdings womöglich arg ins Wanken geraten, und dies wäre im Interesse des TVG. Sollten die Schützlinge um Florian Eisenträger nämlich gegen den mittelfränkischen Gast zumindest einen Punkt gewinnen, wären ihnen die Meisterschaft und das damit einhergehende Aufstiegsrecht in die zweite Bundesliga bereits nach 26 der alles in allem 30 Spieltage nicht mehr zu nehmen.

Spannendes Projekt beim HCE

Die anstehende Partie, die also so etwas wie ein erstes Finale um den Aufstieg ist, ist allerdings eine durchaus herausfordernde Aufgabe für den TVG. Der HCE ist nämlich momentan drauf und dran, sich zur dominierenden Handballmacht in Bayern zu entwickeln. Erlangen ist aktuell einziger bayerischer Vertreter in der höchsten Spielklasse, und auch die zweite Mannschaft spielt eine sehr überzeugende Rolle. Das Team soll vor allem als Sprungbrett für Talente fungieren. Der HCE, unter dessen Dach sich 2001 die traditionsreichen Vereine CSG Erlangen und HG Erlangen zusammengeschlossen haben, ist von der A- bis zur C-Jugend in der jeweils höchsten Liga präsent und zieht seine zweite Männermannschaft als eine U23-Auswahl auf. In der Tat sind in ihr kaum ältere Jahrgänge zu finden. Das Konzept hat bislang prächtig funktioniert und Erlangen zeitweise bis an die Tabellenspitze der Oststaffel geführt. Auch der HCE betreibt wie Großwallstadt ein erfolgreiches Nachwuchs-Leistungszentrum und hier gibt es immer spannende Spiele zwischen Großwallstadt und Erlangen. Kürzlich hat die B1 Jugend der TVG-Junioren gegen Erlangen knapp die Bayerische Meisterschaft geholt. Die Männermannschaft will es der Jugend am Sonntag nachmachen und punkten. Der Bayerische Meister wird am Sonntag in der Halbzeitpause vom BHV geehrt. Sie spielt jetzt um die Deutsche Meisterschaft mit.

HCE bislang höchst beachtlich

Dabei ist die Runde in der dritthöchsten Liga eine Premierensaison für die zweite Vertretung. Überhaupt haben sich die sportlichen Geschicke unter Trainer Tobias Wannenmacher, der sich in Erlangen auch als Spieler einen glänzenden Namen gemacht hatte, ausgesprochen positiv entwickelt. 2016 hat er die Mannschaft in der Bayernliga übernommen und diese, der hessischen Oberliga entsprechende Spielklasse, quasi nach Belieben dominiert. Lediglich einmal musste sich Erlangen in 26 Spielen geschlagen geben und zog mit 50:2-Punkten und mit üppigem 14 Zähler-Vorsprung auf den Zweiten in die dritte Liga ein. Bemerkenswerterweise heimste auch dadurch die zweite Vertretung des Erstligisten in ihrer Stadt den Titel als Mannschaft des Jahres ein. Eine Prämierung, die offensichtlich zusätzliche Kräfte freigesetzt hat. Mit der Empfehlung seit zwölf Begegnungen ungeschlagen zu sein, reist das Team nämlich an den Main.

In der neuen Umgebung akklimatisierten sich die Talente ohnehin rasch und nötigen sicherlich nicht nur TVG-Trainer Manfred Hofmann jede Menge Respekt ab: „Ich erwarte ein schweres Spiel gegen eine schnell spielende und technisch sehr versierte Mannschaft. Ich erwarte viele Tore und hoffe auf einen Sieg.“ Wobei Erlangen sicherlich selbstbewusst wird auflaufen können. Zum einen ist das Team in diesem Kalenderjahr auswärts nach fünf Partien noch ungeschlagen, zum anderen lastet auf den Schultern der Gästespieler kein sonderlich hoher Druck. Aufsteigen dürfen sie nämlich als Reserve ohnehin nicht. So ist also, mit einem Augenzwinkern angemerkt, auch gewährleistet, dass der Neuling mit seinem geschlossen starken Kader um die Leistungsträger Maximilian Lux und Jakob Hoffmanns sein für die Runde gestecktes Ziel auch erreichen wird: Hinter dem Ligaerhalt steht längst kein Fragezeichen mehr.

TVG eilt von Punkt zu Punkt

Großwallstadt hingegen wird versuchen, an seinen hohen 31:23-Erfolg aus dem Hinspiel anzuknüpfen und zum 20. Mal in direkter Folge ungeschlagen zu bleiben. Genügend Selbstvertrauen sollte das Team in dieser langen Phase seit Ende September zurückliegenden Jahres angesammelt haben, zumal man zudem ja noch den einen oder anderen Joker in der Hinterhand weis. Dazu zählt nicht nur, dass sich das Lazarett in den letzten Wochen mehr und mehr gelichtet hat, sondern vor allem auch, dass der TVG seit eh und je auf seine treuen Fans und Zuschauer setzen kann.


   

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