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Kurpfalz Bären wollen (noch) nicht in die erste Liga aufsteigen

Die Kurpfalz Bären informieren:

Dr. Robert Becker: „Wir sind keine Hasardeure!“

Tom Löbich und Dr. Robert Becker – Foto:Pressedienst
Im Umfeld der TSG Ketsch ist man vom bisherigen Saison-Auftritt der Bären-Ladies in der zweiten Liga begeistert. Das Team von Trainerin Kate Schneider behauptet im Augenblick den zweiten Tabellenplatz und könnte damit den Aufstieg in die erste Frauenbundesliga aus eigener Kraft realisieren. Der Pressebär fragte die beiden sportlichen Leiter der Bären,
Dr. Robert Becker und Tom Löbich, ob sie die dazu den notwendigen Lizenzantrag bei der HBF stellen wollen.

Robert Becker: „Dazu ein klares Nein! Ein Aufstieg zum jetzigen Zeitpunkt würde all das aufs Spiel setzen, was in den letzten drei Jahren in Ketsch aufgebaut wurde. Wir haben zwei Damenteams in der zweiten und dritten Liga, sind im Jugendbereich optimal aufgestellt und stehen wirtschaftlich sowie organisatorisch auf einem soliden Fundament.“

Tom Löbich: „Wir bleiben auf dem Teppich und verfallen nicht in Wunschträume, die sich schnell in einen Alptraum verwandeln können. Wenn sich das Ganze weiter so entwickelt, können wir auch ambitioniertere Ziele in Angriff nehmen.“

Wird es nicht bei Spielerinnen, Fans und Sponsoren bedauert werden, dass man diese ‒ vielleicht einmalige ‒ Chance nicht nutzt?

Tom Löbich: „Natürlich ist der Gedanke reizvoll, den Thüringer HC, Metzingen oder Bietigheim in der Neurotthalle auflaufen zu sehen. Aber gleichzeitig sehen wir zu viele Risiken, was unsere kontinuierliche Weiterentwicklung betrifft.“

Robert Becker: „Wir freuen uns darüber, dass zurzeit bei den KURPFALZ BÄREN überall eitel Sonnenschein herrscht. Bei uns ist beste Stimmung und viel Freude in der Halle und im gesamten Umfeld. Wir jagen nicht zwanghaft und verbissen kruden Zielen hinterher, sondern wollen die gesamte Bären Community in allen Aspekten weiterentwickeln.“

Und wenn plötzlich ein Großsponsor auftauchen würde, um die Mannschaft wettbewerbsfähig für Liga 1 zu machen?

Robert Becker (lachend): „Dann würden wir natürlich sofort unsere KURPFALZ BÄREN auflösen und ein Starensemble mit internationalen Solistinnen aus dem Boden stampfen.“

Tom Löbich (lacht mit): „So viele Dolmetscher haben wir gar nicht in Ketsch, um das hinzukriegen!“

Gilt diese Absage an das Oberhaus nur für jetzt?

Robert Becker: „Wir sind handballerisch sehr gut damit gefahren, „von Spiel zu Spiel“ zu denken. Und bei der Lizenz machen wir das „von Saison zu Saison“. Aber es müssen einfach die Rahmenbedingungen stimmen, um nicht als ‚wehrloser Punktelieferant‘ gehandelt zu werden.“


   

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