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Eulen Ludwigshafen verlieren Abstiegsduell gegen TVB Stuttgart

Die Eulen Ludwigshafen berichten – Fotoserie: Axel Kretschmer

 

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Die Eulen Ludwigshafen müssen weiter auf einen Sieg in der DKB Handball-Bundesliga warten.

Seit 1. Oktober 2017 hat der Aufsteiger kein Spiel mehr gewonnen. Auch gegen den unmittelbaren Tabellennachbarn TVB 1898 Stuttgart musste sich die Mannschaft von Trainer Ben Matschke am Sonntagnachmittag mit 24:25 (11:10) geschlagen geben. Nach der neuerlichen Niederlage sind die Chancen des Bundesliga-Aufsteigers auf den Klassenverbleib gesunken, aber immer noch gegeben. Erfolgreichster Torschütze vor ausverkaufter Zuschauerkulisse in der Friedrich-Ebert-Halle in Ludwigshafen war ausgerechnet David Schmidt mit sechs Treffern. Er wechselt kommende Saison zum TVB 1898 Stuttgart.
„Die Enttäuschung ist groß, denn wir wollten heute gewinnen“, sagte Ben Matschke nach einem aufreibenden Kampfspiel. Die Eulen wollten nach der Niederlage beim VfL Gummersbach unbedingt vor eigener Kulisse gewinnen – um zum einen die Serie von 14 Spielen ohne Sieg zu beenden und zum anderen mit einem Sieg an Stuttgart im Abstiegskampf vorbeizuziehen. Daraus wurde jedoch nichts. Denn in den letzten acht Spielminuten konnten die Eulen Stuttgarts Rückraumspieler Dominik Weiß nicht bremsen. Der Rechtshänder traf fünfmal in Folge und sorgte auch in der 59. Minute für die beruhigende 25:22-Führung. „Heute müssen wir uns bei Dominik bedanken, dass wir uns in der Schlussphase absetzen konnten“, sagte Interimstrainer Jürgen Schweikhardt erleichtert.

Stuttgart führte bis kurz vor der Halbzeit. Doch dann erzielte „Johnny“ Scholz zwei Tore zum 10:10 und 11:10. Die Eulen kamen schwer ins Spiel. Matschke holte in der 12. Minute Torwart Kevin Klier vom Platz und brachte Roko Peribonio. Das zeigte Wirkung. Der neue Keeper parierte drei Bälle hintereinander und wehrte auch einen Strafwurf von Bobby Schagen ab. Die Eulen verkürzten den Rückstand. Beim 7:9 nahm Matschke eine Auszeit. Seine Ansprache sollte ebenso wie der Torwartwechsel Erfolg haben. Während TVB-Coach Jürgen Schweikardt auf viele und schnelle Wechsel setzte, stabilisierte sich Ludwigshafen immer weiter. „Ab dem 11:10 war es ein Spiel, das hin und her wog, in dem beide Mannschaften kämpften bis auf das Messer“, sagte Schweikardt.

Auch nach der Pause schaffte es die Mannschaft von Trainer Matschke nicht, sich entscheidend abzusetzen. Stuttgart agierte in der Defensive ebenso aggressiv wie die Eulen. Dazu konnten sie sich auch auf Torhüter Johannes Bitter verlassen. Er parierte wichtige Bälle. Dass sich die Eulen in der zweiten Hälfte nicht absetzen konnten, lag an Bitter und auch daran, dass Ludwigshafen das Quäntchen Glück beim Torabschluss fehlte. Außerdem trudelte so mancher abgeblockte Ball der Gäste noch ins eigene Netz. „Wir haben heute einfach zu viele Nackenschläge hinnehmen müssen. Für so ein Spiel ist einfach dieses Quäntchen nötig, um als Sieger vom Platz zu gehen“, bedauerte Matschke. „Meine Mannschaft hat heute über 60 Minuten alles reingelegt und maximal investiert. Gefühlt hatten wir lange das Momentum auf unserer Seite, aber gegen Ende der zweiten Halbzeit war das nicht mehr so.“

Dagegen war Jürgen Schweikardt erleichtert: „Jeder hat über die 60 Minuten gesehen, was für ein bedeutendes Spiel das für beide Mannschaften war. Für uns war es eine sehr turbulente Woche mit vielen Emotionen, wir sind am Ende einfach nur froh, dass wir dieses Spiel gewonnen haben. In der zweiten Halbzeit muss man Dominik Weiß ein Kompliment aussprechen, der in der entscheidenden Phase die Tore gemacht hat. Am Ende sind wir sicherlich der glücklichere Sieger in einem Spiel auf absoluter Augenhöhe.“

Statistik:

Die Eulen Ludwigshafen – TVB 1898 Stuttgart 24:25 (11:10)

Die Eulen Ludwigshafen: Klier (1/6), Peribonio (11/19), Hannemann (n.E.) – Hurscak (1), Dietrich (1), Scholz (3), Haider (1), Feld (3), Falk (1), Durak (3/2), Bührer, Djozic, Weber, Dippe (1), Valiullin (4), Schmidt (6).
TVB 1898 Stuttgart: Bitter (10/24), Maier (n.E.) – Häfner, Salger (2), Weiß (6), Schagen (3/1), M. Schweikhardt (1), Späth (2), Kraus (6/1), Baumgarten (2), Röhlisberger, Burmeister, Orlowski (1), Pfattheicher (2).
Spielfilm: 1:2 (4.), 2:5 (10.), 5:6 (16.), 7:8 (22.), 10:10: (27.), 11:10 (30.)., 12:12 (32.), 15:14 (37.), 16:15 (43.), 19:18 (49.), 20:20 (52.), 21:23 (56.), 22:25 (59.), 24:25 (60.) – Siebenmeter: 3/2 – 3/2 – Rote Karte: Dippe (47., 3. Zeitstrafe)- Zeitstrafen: 8:10 Min. – Beste Spieler: Peribonio, Schmidt – Weiß, Bitter, Kraus – Zuschauer: 2350 – Schiedsrichter: Immel/Klein (Tönisvorst/Ratingen)


   

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