Handball-Zeitung

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Alisa Stickl – Angekommen bei der wJSG Bad Soden/Schwalbach/Niederhöchstadt

Die wJSG Bad Soden/Schwalbach/Niederhöchstadt im Interview:

Foto:Pressedienst
Mit Alisa Stickl konnten die wJSG Bad Soden/Schwalbach/Niederhöchstadt eine erfahrene B-Lizenztrainerin gewinnen, die für die A-Jugend und die U23-Damenmannschaft verantwortlich zeichnet und bereits erste Akzente setzen konnte. Wir unterhielten uns mit Alisa über die ersten Eindrücke. 
 
Alisa, Du bist jetzt seit knapp sieben Wochen bei uns und schickst Dich an, unsere erfolgreiche Jugendarbeit fortzuführen. Erzähle uns doch etwas von Dir, was hast Du vorher gemacht und welche Meilensteine im sportlichen Bereich waren für Dich wichtig?
Ich bin Vollbluthandballerin seit meinem 9. Lebensjahr. Dass man sich als Sportlerin weiterentwickeln kann, liegt definitiv nicht an Talent (ist allerdings hilfreich es zu haben), sondern an der Arbeit in der Jugend. Das habe ich selbst durch meine Jugendtrainer erfahren. Ich habe viele tolle Momente mit dem Handballsport erleben dürfen, aber was mich auch noch heute als Trainerin prägt, war als mein damaliger Trainer mir gesagt hat: „Du hast kein Angst vor dem Ball und ab morgen trainierst du mit Damen“. Ich selbst war damals erst 14 Jahre alt! Heute mache ich das selbe und belohne junge Spielerinnen, die hart an sich arbeiten mit Spielzeiten und der Dank dafür ist dann 110% Einsatz auf dem Feld.

Was hat Dich bewogen, zu uns zu kommen und wie sind Deine ersten Eindrücke vom Verein und Umfeld?

Die hervorragende Jugendarbeit. Erfolg kommt nicht von alleine und alle tun was dafür. Von den Kindern über die Eltern bis zum Vorstand. Alle verfolgen das Ziel, jungen Spielerinnen eine Plattform zu bieten, um sich zu entwickeln und reifen – nicht nur als Sportlerinnen sondern auch als Persönlichkeiten. Ich kann mit Überzeugung sagen, dass das im Moment die beste Adresse im Rhein-Main-Gebiet ist, was die Jugendarbeit im weiblichen Handballbereich angeht.

Du hast die A-Jugend und auch die U23 in der Landesliga übernommen und scheinst sofort in beiden Mannschaften angekommen zu sein. War es anfangs nicht schwierig, die Spiele zu coachen, denn die Namen und Positionen der Spielerinnen waren Dir nach den wenigen Trainingseinheiten sicher noch nicht geläufig?
Jetzt kann ich sagen „Glück gehabt“ (lacht) Die Mädels haben mir den Einstieg sehr leicht gemacht und auch der Betreuerstab und Holger Hölzinger als Interimstrainer haben alles dafür getan, dass ich es etwas leichter hatte. Sie haben mir Namensliste, Positionen usw. gegeben.

Die U23 hat sich in der Landesliga stabilisiert und steht auf einem vorderen Tabellenplatz. Es werden uns jedoch nun noch zwei Punkte wegen fehlender Schiedsrichter abgezogen. Wirkt sich das auf die Moral der Mannschaft aus oder ist das gar kein Thema? 
Die Mannschaft ist voll motiviert und unbeeindruckt von solchen Nebeneffekten. Wir planen von Spiel zu Spiel – wir wollen uns zusammen entwickeln und einfach guten Handball spielen.
 
Bei der A-Jugend nähert sich die Zwischenrunde der Bundesliga mit großen Schritten. Wie läuft die Vorbereitung – angesichts der hessischen Schulferien ist wohl kaum ein geregelter Trainingsbetrieb möglich?
Wir sind eine unglaublich junge Mannschaft und aufgrund der doppelten und dreifachen Belastung sei es ihnen gegönnt, auch mal Urlaub zu machen. Dass der Ablauf darunter etwas leidet ist klar, aber alle sind diszipliniert und arbeiten auch individuell in den Ferien. Holger und ich werden jetzt eine intensive Vorbereitung mit der Mannschaft haben und alles dafür tun, dass die Mannschaft gut vorbereitet in diese Spiele geht.

Welche Erwartungshaltung hast Du an die drei Spiele? Euch erwarten sehr schwere Gegner?
Jede Erfahrung ist eine gute Erfahrung – unabhängig von Ergebnissen. Dass die eine oder andere Mannschaft andere Voraussetzungen hat was Härte und Intensität angeht, macht uns noch lange nicht zu einem leichten Gegner. Wille versetzt Berge und wir sind willig. ALLE!

Was ist Dir persönlich wichtig? Welche Schwerpunkte setzt Du im Training und im Spiel? 
Ich bin ein Freund von schnellem Handball und konsequentem Umschaltspiel. Dass man in diesem kurzen Zeitraum nicht alles umsetzen kann, ist klar, aber ich hoffe, dass wir lange zusammen arbeiten werden und ich meine persönliche Note als Trainerin hinterlassen kann. Vor allem achte ich darauf, dass die Mädels ihren Spaß am Handball nicht verlieren. Denn ohne Spaß gibt es keinen Erfolg.

Deine Kinder toben während der Spiele auch immer durch die Halle – hast Du bei ihnen auch schon handballerische Talente entdeckt?
Ich habe nie den Handball in den Vordergrund gestellt, obwohl unsere Zwillinge schon im Bauch Männerspiele von der Bank aus erleben durften. Seit sie auf der Welt sind unterstützen sie uns in der Halle – mich auf der Bank und meinen Mann Matthias während er tolle Fotos macht. Tatsächlich ist es so, dass Maximilian mit seinen 5 Jahren tatsächlich den Handball für sich entdeckt hat und bei SG Hainhausen leidenschaftlich dabei ist, die Halle unsicher zu machen.
 
Vielen Dank, Alisa. Nochmals herzlich willkommen und viel Erfolg bei den anstehenden Aufgaben!


   

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