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HSG Konstanz – VfL Eintracht Hagen 29:30

Die HSG Konstanz berichtet:

Vierte Ein-Tor-Niederlage für HSG Konstanz: Bitterer Knockout Sekunden vor Schluss durch abgefälschten Wurf

Riesengroße Enttäuschung und pure Fassungslosigkeit: Tom Wolf, Maximilian Schwarz, Felix Gäßler und Felix Krüger (von links) können ihr Pech nach der vierten Niederlage mit nur einem Tor nicht fassen. – Foto: Peter Pisa
Im so wichtigen Spiel gegen den direkten Konkurrenten VfL Eintracht Hagen hat die HSG Konstanz vor über 1250 Fans einen weiteren bitteren Rückschlag hinnehmen müssen. Trotz zwischenzeitlicher Fünf-Tore-Führung und 24:21-Vorsprung vor der letzten Viertelstunde gelang es Konstanz in einem kampfbetonten, emotionalen Spiel nicht, den dritten Saisonsieg einzufahren und den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze herzustellen. Die 29:30 (14:13)-Niederlage war bereits die vierte mit nur einem Tor in dieser Saison.
Und wie so oft besiegelte der Gegner den neuerlichen Genickschlag auf kurioseste und bitterste Art und Weise. Im tobenden Hexenkessel „Schänzlehölle“ traf zehn Sekunden vor dem Ende Sören Kress mitten in das Konstanzer Herz zum 30:29 für die Gäste aus dem Ruhrgebiet. Dabei hatte die Abwehr der HSG vorbildlich gearbeitet, konnte den Wurf blocken, doch der abgefälschte Ball wurde für den bereits am Boden liegenden Konstantin Poltrum, der angeschlagen erneut auf die Zähne gebissen hatte, nachdem Stefan Hanemann als vierter Akteur hatte passen müssen, zum unhaltbaren Kullerball, der langsam in das Netz trudelte. „Das darf doch nicht wahr sein“, schüttelten einige HSG-Fans den Kopf. Auf der Gegenseite fand Paul Kaletsch mit dem letzten Freiwurf nach Ablauf der Spielzeit keinen Weg vorbei am Eintracht-Block.
Der Moment, in dem sich blankes Entsetzen in Konstanz breit machte. Ob auf dem Spielfeld oder auf der Tribüne, wo zuvor mehr als 1250 Fans für einen Höllenlärm gesorgt hatten, es herrschte für einen Moment Totenstille. Man hätte eine Stecknadel fallen hören können, als Paul Kaletsch sich einsam an einem Torpfosten abstützte und Mathias Riedel auf einem Stuhl mit gesenktem Blick in völlige Leere starrte. Oder auf der Bank der HSG, wo sich riesengroße Enttäuschung und blankes Unverständnis breit machte.
Darüber, dass in einem typischen Abstiegsduell, in dem viel auf dem Spiel stand, nicht die über einen Großteil des Spiels dominierende HSG gewonnen hatte, sondern geduldig und abgezockt agierende Gäste das Spiel in letzter Sekunde etwas glücklich gedreht hatten, dessen war sich auch VfL-Trainer Niels Pfannenschmidt bewusst. „Es hätte so oder so ausgehen können“, meinte er auf der Pressekonferenz, „wir waren heute das glücklichere Team.“ Aber auch jenes, dass, wie sein Gegenüber Daniel Eblen ergänzte, „den einen Fehler weniger gemacht oder die eine freie Großchance weniger ausgelassen hat.“
Pfannenschmidt hatte völlig richtig „ein sehr emotionales Spiel mit vielen Fehlern“ erkannt. Eines, in dem beide Mannschaften mit ihren Nerven zu kämpfen hatten und der Fokus vor allem auf bedingungslosem Einsatz von der ersten bis zur letzten Sekunde lag. Vorteile erspielte sich zu Beginn mit teilweise sehenswerten Kombinationen die HSG. Der bärenstarke Mathias Riedel besorgte mit seinem ersten von acht Toren das 3:1 (4.), Hagen glich nach 14 Zeigerumdrehungen zum 6:6 aus, lief aber stets einem Rückstand hinterher, den Tim Jud auf vier Tore vergrößerte (11:7, 20.). Auffällig war schon jetzt, das Konstanz bei konsequenterer Chancenverwertung und etwas geringerer Quote an ganz leichten, ohne Bedrängis entstandenen Fehlern noch wesentlich deutlicher hätte führen können – wenn nicht müssen. Fatal war somit, dass die Gelb-Blauen vom Bodensee nach dem 14:9 fünf Minuten vor Pause und eines 4:0-Laufs der Gäste nur mit einem Tor in Front die Seiten wechseln konnten (14:13). Dies auch, weil Chris Berchtenbreiter an der Latte gescheitert war. • Weiterlesen für Mitmacher, registrierte Nutzer oder mit einem Schnupperzugang!


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