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TV 05/07 Hüttenberg – Die Eulen Ludwigshafen 28:27

Die Eulen Ludwigshafen berichten:

Zu unserem Kurzbericht mit einer Bilderserie vom Spiel

Am Ende fehlte das Glück – Die Eulen verlieren das Aufsteiger-Duell in letzter Sekunde

„So brutal kann Handball sein“, meinte Trainer Ben Matschke sichtlich enttäuscht. Buchstäblich in letzter Sekunde mussten sich die Eulen Ludwigshafen im Duell der Aufsteiger beim TV 05/07 Hüttenberg mit 27:28 (15:15) geschlagen geben. Für den Siegtreffer sorgte Christian Rompf, der von der linken Außenbahn traf. Damit verpassten die Pfälzer den ersten Punktgewinn in der Fremde. Hüttenberg gewann dagegen das erste Spiel in dieser Spielzeit. Erfolgreichster Werfer bei den Eulen war Pascal Durak (9/7).
Riesenjubel bei den Gastgebern. Dagegen schlichen sich die Eulen mit hängenden Köpfen in Richtung Kabine. Es war diesmal ein verlorener, ein unnötiger Punktverlust. Denn bis drei Sekunden vor dem Abpfiff war zumindest ein Zähler zum Greifen nahe. Was war geschehen? 50 Sekunden vor dem Ende kamen die Chemiestädter in Ballbesitz und hatten sogar die Chance zur erneuten Führung. Dies gelang der Mannschaft nur in der achten Spielminute, als sie mit 3:2 in Front ging. Danach schafften die Pfälzer meist den Ausgleich, nachdem sie zeitweilig bis zu vier Toren in Rückstand geraten waren. Genau 30 Sekunden vor dem Ende legte Trainer Matschke zum letzten Mal die grüne Karte auf den Tisch, um seine Mannschaft für den letzten Angriff neu einzustellen. Dann passierte genau elf Sekunden vor dem Ende das Malheur. David Schmidt verlor bei einer Kreuzung den Ball, Moritz Lambrecht schnappte sich diesen und die Gastgeber marschierten in Richtung gegnerisches Tor. Schmidt riss dabei noch den Hüttenberger von Hinten zu Boden und sah nach der dritten Zeitstrafe die Rote Karte. In Überzahl nutzten die Hausherren die allerletzte Möglichkeit und fanden auf der linken Außenposition auch die Lücke zum Eulen-Tor. Rompf traf zum ersten Mal und sorgte damit für einen ausgelassenen Freudentaumel seiner Fans. Dagegen wirkte Trainer Matschke nach dem Abpfiff zunächst ziemlich verärgert. „Ich sage den letzten Angriff klar an und wir machen nicht das, was wir besprochen hatten. Das war ärgerlich“, meinte Matschke. „Zumindest ein Abschluss hätte erfolgen müssen“. Er ging direkt in die Kabine und ließ sich von seinem Co-Trainer Frank Müller die Statistik des Spiels zeigen.

„Mit nur vier Paraden gewinnt man kein Spiel in dieser Liga. Auch haben wir auch zu viele freie Bälle nicht verwerten können“, kam Matschke bei seiner Analyse schnell auf den Punkt. Ganz bitter waren die vergebenen Möglichkeiten von Kreisläufer Kai Dippe, der aus vier Würfen nur einmal traf, aber zuvor mit drei Würfen frei am gegnerischen Torhüter scheiterte.“ Es hätte insgesamt mehr von den Jungs kommen müssen“, meinte Matschke. Für ihn ging der Sieg der Hüttenberger in Ordnung. „Sie hatten auch am Ende das etwas mehr Glück“. Dennoch hatten die Eulen die Chance zum Sieg. „Wir spielten beim letzten Angriff nicht das, was abgesprochen war. Und so kamen wir in die Bredouille. Dann brach Hektik aus und wir verlieren den Ball. Das war mehr als ärgerlich“, meinte Linkshänder David Schmidt. „Wir hatten zu viele Fehler. Wir kommen dann ran und können den letzten Angriff abschließen. Dann das. Wir hätten mit einem Unentschieden gut leben können, da wir so Hüttenberg auf Distanz gehalten hätten“. Dem Linkshänder war die Enttäuschung deutlich anzusehen. Jetzt will Schmidt die Mannschaft und sich selbst am nächsten Donnerstag vor eigener Kulisse gegen TuS Nettelstedt-Lübbecke wieder belohnen. Da feiert er seinen 24. Geburtstag. Auch Spielmacher Jan Remmlinger schüttelte nach dem Abpfiff immer wieder den Kopf und wirkte ratlos. „Bitter, bitterer geht es nicht. Es waren auch zu viele technische Fehler“. Deshalb lagen die Eulen fast über die gesamte Spielzeit im Rückstand und mussten immer wieder viel investieren, um den Ausgleich zu markieren. „Dabei wussten wir genau, was auf uns zukommt“, meinte Remmlinger. „Es war kein schöner Handball. Es hat nicht unbedingt das beste Team gewonnen“. Besonders geärgert hatte sich am Donnerstagabend auch Pascal Durak. „So viele Tore habe ich in der Bundesliga noch nie geworfen. Aber es hat doch nicht gereicht“. Dabei sah der Linkshänder die Ursache für die Niederlage vorwiegend in der Abwehrleistung. „Wir haben einfach nicht gut gedeckt. Auch fanden wir mit unsere Sechs-Null oder Fünf-Eins-Deckung in der Abwehr nicht immer den Zugriff“.

Statistik

TV 05/07 Hüttenberg – Die Eulen Ludwigshafen 28:27 (15:15)

TV Hüttenberg: Ritschel (4/14), Schomburg (5/13) – Sklenak (2), Wörner, Lambrecht (1), Wernig (6/1), Rompf (1), Zörb, Fernandes (1), Johannssson (5), Sicko, Roth (1), Mappes (6/2), Hofmann (1), Hahn (1), Lipovina (1).
Die Eulen Ludwigshafen: Klier (3/21), Peribonio (1/7) – Stüber, Egelhof (2), Dietrich, Scholz (2), Haider (1), Hess, Feld (3), Remmlinger (3), Falk (1), Durak (8/6), Bührer, Weber (2), Dippe (1), Schmidt (3).
Spielfilm: 2:2 (6.), 5:5 (13.), 9:6 (16.), 11:10 (21.), 13:12 (25.), 15:14 (28.), 15:15 (30.), 19:15 (35.), 21:20 (42.), 24:24 (48.), 26:26 (53.), 27:27 (56.), 28:27 (60.) – Siebenmeter: 4/3 (Peribonio pariert gegen Wernig/25.) – 7/7 – Zeitstrafen: 7:7 – Rote Karte: Schmidt (60. 3. Zeitstrafe) – Beste Spieler: Wernig, Mappes, Johannsson – Durak, Remmlinger, – Zuschauer: 2100 – Schiedsrichter: Thöne/Zupanovic (Berlin).
Anmerkung an die Redaktionen: Wir würden uns freuen, wenn Sie die o.g. Information veröffentlichen würden. Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.


   

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