Handball-Zeitung

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FSG Vortaunus und wjSG Bad Soden/ Schwalbach/ Niederhöchstadt legen los

Ein Handball-Zeitungs-Interview mit Manager Gerhard Döll

Gerhard Döll: „Das Foto könnte das Fundament symbolisieren, in das die drei Stäbe wjSG, Vortaunus und Ober-Eschbach jetzt einbetoniert wurden.“

Das Interview:

Günni Rodius: Seit wenigen Tagen ist die neue FSG Ober-Eschbach/ Vortaunus gemeinsam mit der wjSG Bad Soden/ Schwalbach/ Niederhöchstadt nun offiziell am Start, wie war die Resonanz bisher und auch im Vorfeld, als die Pläne bekannt wurden?

Gerhard Döll: Natürlich hat es im Blätterwald gerauscht, aber nicht nur da.

Günni: Wo noch?

Gerhard: Bei den staunenden Funktionären und Spielerinnen in nah und fern.

Günni: Fünf Clubs zusammen, das ist ja eine mutige Fusion.

Gerhard: Mut bedeutet doch in diesem Fall nur etwas zu tun, wovor andere vielleicht Hemmungen haben. Wenn man vom Gelingen einer Sache überzeugt ist und das sind wir, braucht es eher Verstand und Durchsetzungskonsequenz.

Günni: Ihr hattet ja am Sonntag eine gewaltige Auftakttagung, die in ihrer Vielseitigkeit ganz offensichtlich bis ins letzte Detail durchgeplant war.

Gerhard: Ja, wir waren auch begeistert und hatten gleich die ersten Probleme zu lösen.

Günni: Aha, welche?

Gerhard: Wir hatten für 130 Teilnehmer geplant. Letztlich waren es 170 und wir mussten noch Tische und Stühle organisieren. Es war sehr eng. Aber ehrlich, wenn unsere zukünftigen Probleme diese Qualität haben, sage ich „bitte mehr davon“.

Günni: Ja, Jammern auf hohem Niveau. Ernsthaft, wie war der Verlauf?

Gerhard: Beeindruckend. 35 Spielerinnen trainierten gemeinsam. Vier Trainer hatten sich ihre Aufgaben geschickt eingeteilt. Der Umgang der Spielerinnen untereinander war geprägt von hoher sozialer Kompetenz. Als diese rund 40 Personen dann in den Wirtschaftsraum mit neuem T-Shirt und extra kreiertem Logo mit dem Slogan GEMEINSAM STARK einliefen, wollte der Applaus nicht enden. Gleichzeitig mit der anschließenden Vorstellung der anwesenden zwölf Trainer war es dann ein absolutes Zeichen der Stärke dieser neuen FSG.

Günni: Der Bad Homburger Bürgermeister Karl-Heinz Krug, der TSG Ober-Eschbach-Vorsitzende Holger Fritzel sowie Anke und Rainer Mies waren sich in ihren Reden einig, dass es tolle Chancen für die Handballerinnen der Region bei dieser FSG gibt.

Gerhard: Da schließe ich mich inhaltlich voll an.  Wir waren in der Vergangenheit erfolgreiche Artisten. Für die Überflieger der„ alt FSG“ hing die Decke zu niedrig. Da gab es keinen Platz nach oben. Die TSG Frauen arbeiteten ganz oben unterm Zeltdach, aber ohne Netz mit riesiger Absturzgefahr. Jetzt haben wir ein besseres Zelt für alle.

Günni: Ist so deine Aussage zu verstehen – wir waren schon gut und werden noch besser? Man wird euch ja wohlwollend, aber auch kritisch beobachten.

Gerhard: Zum Teil schon. Die TSG Ober-Eschbach hatte vergangene Rückrunde verletzungsbedingt oft nur neun Spielerinnen an Bord. Das war gegen viele Teams kein Problem, wir haben trotzdem teilweise deutlich gewonnen. Was wäre aber gewesen wenn noch weitere Ausfälle dazugekommen wären? Vortaunus hat sich erst im letzten Spiel den Klassenerhalt in der Landesliga gesichert. Was wäre eigentlich mit den höher qualifizierten Spielerinnen bei einem Abstieg passiert?

Günni: Und wie wird’s jetzt in der Praxis, Gerhard?

Gerhard: Wie werden das Verhalten der Spielerinnen und Trainer genau beobachten. Der rationale Ansatz ist ja, dass ohnehin keine Spielerin langfristig glücklich wird, wenn sie über- oder unterfordert wird. Die Durchlässigkeit für zielgerichtete Betätigungsfelder haben wir. Wie das dann auf der emotionalen Ebene gelebt wird, werden wir sehen.

Günni: Das sind wichtige Punkte, Über- und Unterforderung, aber auch eine gerechte Verteilung der Einsatzzeiten um Spielpraxis zu sammeln ohne den Erfolg aus den Augen zu verlieren, ist eine sehr hohe Kunst. Wie sicher bist du, dass ihr erfolgreich werdet?

Gerhard: Sehr sicher, obwohl Erfolg ja relativ ist. Was nutzt ein sportlicher Erfolg, wenn er nicht wirtschaftlich abgesichert werden kann? Am Ende bleibt dann nur Mittelmaß. Das wird ja auch schon mal gern als Erfolg verkauft. Erfahrungsgemäß gibt sich das Umfeld damit langfristig nicht zufrieden. Wir wollen unsere Chancen langfristig nutzen und keine kurzfristige Affaire.

Günni: Davon bin ich ausgegangen, seitdem ich die Pläne gehört habe. Welche Ziele wurden definiert?

Gerhard: Im Moment gilt es alle Positionen auf der organisatorischen, wirtschaftlichen und Führungsebene kompetent zu besetzen und dann sehen wir weiter.

Günni: Dafür wünsche ich Dir, lieber Gerhard, und allen Beteiligten das Beste. Danke für das Interview.

Gerhard: Sehr gerne, mein Dank geht zurück.


   

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