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Konstanzer Matthias Stocker mit Tor des Monats? „Kempa nach Lattenpass als Spieler mit der geringsten Sprungkraft der Liga muss gewinnen“

Die HSG Konstanz informiert:

Mit 29 Jahren beendete Spielmacher Matthias Stocker mit Saisonende in der 2. Handball-Bundesliga seine Karriere als aktiver Spieler und tauschte die Rolle als Taktgeber auf dem Spielfeld gegen die des Kommandogebers an der Seitenlinie ein.

Foto: Michael Elser
Bevor der BWL-Absolvent die zweite Mannschaft der HSG Konstanz als Trainer übernehmen wird, freut er sich aktuell über die Nominierung für das DKB Tor des Monats. Sein schöner, reaktionsschneller Heber in der Luft nach einem Latten-Abpraller über den Torwart in Neuhausen beim entscheidenden 30:26-Sieg zum vorzeitigen Klassenerhalt ist in den Top Sechs des Monats Juni und steht bei der letzten Wahl zum DKB Tor des Monats in dieser Saison zur als Tor Nummer zwei zur Wahl.

Alle Teilnehmer an der Abstimmung unter www.dkb-handball-bundesliga.de/de/s/dkb-tor-des-monats können attraktive Preise gewinnen. Die Abstimmung läuft bis zum 7. Juli.

Matthias Stocker ist 1,78 Meter groß und wurde in Spaichingen geboren. Nach einer schweren Verletzung bei seinem ersten Engagement in Konstanz erholte er sich bei seinem Heimatverein HSG Rietheim-Weilheim und gehörte in den beiden letzten Jahren zu den Leistungsträgern der HSG. In der abgelaufenen Saison kam der torgefährliche Mittelmann auf 103 Zweitliga-Treffer.

 

Matze, Du genießt die freie Zeit nach dem Ende der Handballkarriere derzeit in den USA. Fehlt nicht schon etwas, das Gefühl der nahenden Vorbereitung?

 

Es ist nicht viel anders. Ich habe meine Unterlagen dabei und plane gerade die Vorbereitung der zweiten Mannschaft. Es fühlt sich alles gut an, ich mache Fitness und gehe Laufen, aber alles ohne Druck – das ist auch mal ganz schön.

 

Nun, mit ein wenig Abstand: Wie hast Du Deinen Abschied beim letzten Zweitliga-Heimspiel der HSG in Erinnerung, als Du minutenlang mit stehenden Ovationen und Sprechchören in den Spieler-Ruhestand eingetreten bist?

 

Dieser Tag war sehr schwierig für mich. Es sind so viele Emotionen hochgekommen, aber der Abschied selbst war einfach überragend. Er hätte, abgesehen von einem Sieg natürlich, kaum schöner sein können. Ich bin dem Verein, der Mannschaft und unseren Mädels sehr dankbar für diesen wunderschönen Abschied. Nach dem emotionalen Ende auf der Spielfläche war auch alles wieder im Lot und ich hatte einen schönen Abend mit den Jungs.

 

Die letzten Wochen vor dem Karriereende als Spieler konnten auch nicht besser sein: Klassenerhalt mit der HSG in der 2. Bundesliga, Wahl in die Mannschaft der Woche und nun auch noch die Nominierung für das DKB Tor des Monats.

 

Das ist richtig schön. Ich hatte mir vorgenommen, es zumindest einmal in die Mannschaft der Woche zu schaffen, dass das mit dem Sieg gegen Leutershausen in Erfüllung geht ist super. Mit der Nominierung für das DKB Tor des Monats habe ich nicht gerecht, aber ich freue mich riesig über diese Ehre zum Abschluss.

 

Was ging Dir bei diesem Tor in Neuhausen durch den Kopf? Es war ja nicht nur schön, sondern auch extrem wichtig und emotional.

 

Es war die Phase, in der wir die Wende einleiten konnten. Wir lagen mit 26:25 in Führung, waren in Überzahl. Dieses Tor war daher ziemlich wichtig. Schön, dass ich damit zur endgültigen Wende nach Fünf-Tore-Rückstand beitragen konnte und wir nach dem Spiel den vorzeitigen Klassenerhalt feiern konnten.

 

Du hast Dir im Sprung reaktionsschnell einen Abpraller von der Latte gesichert und noch in der Luft ganz gefühlvoll den Ball über den Kopf des Torwarts in die Maschen gelegt. Warum muss dies das Tor des Monats bei der letzten Wahl in dieser Saison werden?

 

Das war intuitiv, denn in der kurzen Zeit in der Luft war nicht mehr viel möglich, als es über den Keeper zu versuchen. Dieses Tor muss gewinnen, weil ich einen Traumpass über die Latte von Chris Berchtenbreiter, der klar abgesprochen war, als Spieler mit der geringsten Sprungkraft in der ersten und zweiten Bundesliga so mit einem Kempa-Trick vollendet habe. (lacht)

 

Damit eine Karriere, die von der Bezirksklasse bis zur 2. Bundesliga ging, zu beschließen: Schöner hättest Du Dir es nicht erträumen können.

 

Für mich steht der Klassenerhalt und die Freude, dass wir die Meistershaft und den Aufstieg bestätigen konnten, an erster Stelle. Ich muss ja nicht mehr betonen, wie ausgeglichen und stark besetzt diese Klasse ist. Dass ich meinen Teil dazu beigetragen habe macht mich stolz und zufrieden.

 

Nun wirst Du die zweite Mannschaft der HSG Konstanz als Trainer übernehmen. Wo liegen die größten Unterschiede zwischen beiden Aufgaben?

 

Ich muss jetzt im Voraus wesentlich mehr planen. Eine gute Vorbereitung bedarf Konsequenz. Aber ich selbst werde nun auch keine Schmerzen mehr in der Vorbereitung durchstehen müssen. (lächelt) Ich freu mich darauf, weiter jeden Tag in der Halle oder auf dem Platz zu sein und werde die eine oder andere Übung mitmachen. Es ist eine tolle Aufgabe, die Jungs alle nach vorne zu bringen und damit einen wichtigen Teil zum erfolgreichen Konstanzer Weg zu leisten.

 

Dein Vater ist bereits lange Jahre Trainer und wird nun ebenfalls wieder ein Traineramt übernehmen. Wie muss man sich den Austausch zwischen dem „alten Hasen“ und dem Trainer-Novizen vorstellen?

 

Wir tauschen uns schon über die Vorbereitungsinhalte aus. Und da ich einige Jahre unter ihm gespielt habe, werden sich auch einige Dinge von ihm in meinem Training widerspiegeln. Mein Wunsch ist es, dass die zweite Mannschaft eine eigene ID bekommt und die Fans sehen, dass wir hier eine junge, hungrige Mannschaft mit vielen Talenten formen, die mit Vollgas und hohem Tempo einen attraktiven Handball spielen. Dafür werden wir ab 10. Juli mindestens fünfmal die Woche trainieren und ein Trainingslager absolvieren. Ich freue mich auf diese abwechslungsreiche Aufgabe.

 

Fragen: Andreas Joas

 

Weitere Informationen unter:

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Andreas Joas

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