Handball-Zeitung

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Das hessische Top-Talent Paulina Golla erhält Dreijahres-Vertrag bei den Meenzer Dynamites

Die FSG Mainz 05/Budenheim informiert:

Nächster Erfolg für das Mainzer Jugend-Förderkonzept

Es ist nicht alltäglich, dass eine Nachwuchshandballerin im Alter von 15 Jahren bereits einen Bundesligavertrag erhält, doch im Fall von Paulina Golla ist das den Mainzer Verantwortlichen leicht gefallen. „Wir wollten hier erneut ein wichtiges Signal für die Zukunft und Ausrichtung unserer leistungsorientierten Jugendförderung setzen. Für Talente wie Paulina ist es wichtig, dass sie nicht zu früh die Bindung zum Umfeld verlieren und trotzdem die Möglichkeit haben, leistungsgerecht gefordert und gefördert zu werden. Unser Dank gilt deshalb auch im Besonderen den beiden beteiligten Landesverbänden, die den Wechsel unkompliziert unterstützten und Paulinas Wunsch ermöglichten, weiterhin für die Auswahl des HHV zu spielen“, so Manager Karl-Heinz Elsäßer.
„Die Plattform für die erfolgreiche Umsetzung des Förderkonzeptes bieten wir über die jeweilige Qualifikation für die höchsten Jugendspielklassen, und Damenteams in der Oberliga und 2. Bundesliga. Erfolgreiche Beispiele für die Umsetzung sind nicht zuletzt die heutige Nationalspielerin Meike Schmelzer (Thüringer HC) oder Janka Bauer (2. Bundesliga Meenzer Dynamites)“, so die Mainzer Verantwortlichen weiter.

„Gut gefallen und dabeigeblieben“ der Grundstein für Paulinas Weg im Handball

Dass die aus dem Rheingau stammende Paulina zur Sportart Handball kam, lag an einer Einladung zu einer Ballsportgruppe ihrer Grundschule in Erbach, die dann auch zu einer weiteren Einladung in das Handball Training der E-Jugend der TG Eltville führte. Da sich ihr dabei die Möglichkeit eröffnete, ihrem Vater (früher selbst erfolgreich im Handball aktiv) und ihrem Bruder (aktuell aktiv im Bundesliga-Team in Melsungen und auf dem Sprung in die Nationalmannschaft) sportlich zu folgen, war der Trainingsbesuch klare Sache. „Gut gefallen und dabeigeblieben“ war dann der Grundstein für ihre weitere Entwicklung.

„Perspektivisch gesehen der beste Schritt“

Der Wechsel über den Rhein zu Mainz 05 – zunächst in das B-Jugendteam der JSG Mainz 05/Budenheim – bot ihr die Möglichkeit, mit dem Erreichen des WJB-Final 4 und der damit erfolgreichen Qualifikation für die Jugendbundesliga 2016/17, Wunschtraum eins „Jugend-Bundes-Liga spielen“ zu erfüllen. Eine nicht unbedeutende Rolle spielte für sie auch, dass sie die gute Arbeit von Trainer Jörg Schulze (Oberliga-Team der Meenzer Dynamites) in den Jugendteams bei der TG Eltville kennengelernt hatte und gerne fortsetzen wollte, und auch Thomas Zeitz (Trainer 2. Bundesliga) von der Hessenauswahl kannte.
Aber für Paulina war auch der „sehr gute Eindruck vom Vereinsumfeld der „Meenzer Dynamites“ sehr wichtig und sie ergänzt: „Perspektivisch gesehen war es der beste Schritt den ich machen konnte, denn ich kann zu Hause wohnen bleiben, an meiner jetzigen Schule meinen Abschluss machen und habe trotzdem die Möglichkeit mit der Jugend in der höchsten Spielklasse zu spielen und auch meine Erfahrungen in der Oberliga Mannschaft zu sammeln und darf zusätzlich noch bei einem 2. Liga Team dabei sein. Diese Voraussetzungen bietet kein anderer Verein in der Nähe.“
Bei allem vorhandenen Talent von Paulina, zu deren Entwicklung die bisherigen Trainer – nicht zuletzt in der Jugend der TG Eltville – beigetragen haben, bleibt die 15-jährige bescheiden: „Im Großen und Ganzen fühle ich mich im Meenzer Dynamites-Team sehr wohl. Aber ich weiß auch, dass noch sehr viel Arbeit und Training vor mir liegt, bis ich dann richtig in der 2. Liga angekommen bin. Aber ich habe da besonders in die Trainer Jörg und Thomas großes Vertrauen, dass sie mich auf diesem Weg begleiten und unterstützen werden. Deshalb sehe ich der „Herausforderung 2. Liga“ positiv entgegen und als Chance, die ich nutzen möchte.“
Auch die beiden Trainer freuen sich sehr über den Vertragsabschluss und beschreiben Paulina als großes Talent, mit für ihr Alter bereits außergewöhnlich guten Qualitäten in einer bemerkenswerten Kombination mit Spielintelligenz und Variabilität. „Paulina kann auf allen Rückraumpositionen eingesetzt werden und kooperiert dabei mit allen Mannschaftsteilen“, ergänzt Thomas Zeitz, „außerdem wurde in der aktuellen Vorbereitung deutlich, dass sie mit großem Fleiß in den letzten Monaten an ihrer Athletik gearbeitet hat. Mit entsprechender Geduld und der nötigen Zeit, die wir ihr selbstverständlich geben, wird sie ihren Weg machen, und dann auch bald ihr Können in der 2. Bundesliga zeigen dürfen“ ist Zeitz überzeugt.“
Paulinas Ziele für die kommende Saison sind: „Guter Mittelfeldplatz für das Team und ich selbst möchte mich weiterentwickeln und viele neue Erfahrungen sammeln.“ Dabei setzt sie sportlich auf ihren Stärken mit „Würfen aus der 2. Reihe und dem Zusammenspiel mit dem Kreisläufer“ und möchte das „Zusammenspiel mit dem Außenspieler und das Abwehrverhalten, besonders im Hinblick auf Aggressivität und Schnelligkeit“, verbessern.
Wenn sie nicht in der Halle ist, besucht sie die Rheingauschule in Geisenheim und macht voraussichtlich (schmunzelnd „hoffentlich ;-)“) 2019 ihr Abitur. Aktuell plant sie im Anschluss ein Jura-Studium, sagt aber selbst: „bis dahin kann sich ja noch vieles ändern.“

Steckbrief Paulina Golla
Spitzname: Pau
Geburtsdatum: 24.12.2000
Größe: 1,79
Rechtshänderin
Position: Rückraum
Trikot-Nr.: 29
Idole/Vorbilder: Aaron Palmarsson und Meike Schmelzer
Motto: Nur wer sein Ziel kennt findet den Weg.


   

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