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20414 Kilometer: HSG Konstanz einer der „Reisemeister“ der 2. Bundesliga

Die HSG Konstanz informiert:

Wenige Wochen sind seit dem Saisonende in der 3. Liga vergangen, doch die Vorfreude und die Neugier auf die Aufgaben in der 2. Handball-Bundesliga sind in Konstanz bereits enorm.

Vorhang auf für die 2. Bundesliga in Konstanz – Foto: Peter Pisa – Pressedienst HSG Konstanz

Während die neu formierte Mannschaft mit bislang fünf Neuzugängen am 20. Juni in die lange Vorbereitung auf die Saison 2016/17 im Bundesliga-Unterhaus startet, ist das Management bereits auf Hochtoren dabei, die vielfältigen Bundesliga-Standards zu erfüllen.
20 Mannschaften, 38 Spieltage, davon vier Doppelspieltage mit Partien am Freitag und Sonntag eines Wochenendes – die stärkste zweite Liga der Welt wird eine harte Herausforderung für die HSG Konstanz. Allerdings auch eine, auf die sich die ganze Bodenseeregion zu freuen scheint. Noch nie konnten bereits zu einem solch frühen Zeitpunkt mehr Dauerkarten für die neue Spielzeit abgesetzt werden – nicht nur das ein Zeichen für große Handball-Euphorie in der größten Stadt am Bodensee. Dauerkarten sind aktuell mit großem Preisvorteil und festem Sitzplatz über die Homepage der HSG Konstanz unter www.hsgkonstanz.de bestellbar. 19 Heimspiele sind mit einem Saisonticket schon für den Preis von 220 Euro beziehungsweise 150 Euro für Ermäßigte und 499 Euro für die Family-Card möglich.

Saisonstart nach intensiver Vorbereitung wohl gegen Erstliga-Absteiger

Die Heimspiele in der in der vergangen Spielzeit mit über 1000 Zuschauern bei jedem Heimspiel besuchten „Schänzle-Hölle“ – mit Abstand Liga-Bestwert – versprechen großartige Events zu werden. Dies garantieren schon alleine die großen Traditionsvereine, die sich in der 2. Handball-Bundesliga tummeln. Angefangen von den ehemaligen Europapokalsiegern und deutschen beziehungsweise DDR-Meistern TuSEM Essen und HC Empor Rostock sowie EHF-Pokalsieger HSG Nordhorn-Lingen, den beiden aktuellen Bundesliga-Absteigern ThSV Eisenach und TuS N-Lübbecke, ebenfalls bereits Europapokalsieger geworden, wird sich die HSG dort mit vielen weiteren ehemaligen Erstligisten duellieren. Dabei werden sich nicht nur viele Profis, sondern auch diverse aktuelle Nationalspieler unterschiedlichster Nationen am Schänzle präsentieren.

Um darauf als Mannschaft – ganz nach dem Konstanzer Weg, über den in enger Zusammenarbeit mit den beiden Konstanzer Hochschulen exklusive Stipendien an talentierte, leistungswillige Handballer vergeben werden – die ausschließlich aus Studenten besteht, gewappnet zu sein, bittet Cheftrainer Daniel Eblen am 20. Juni zum Trainingsauftakt. In einem intensiven Vorbereitungsprogramm inklusive Trainingslager und diversen Testspielen, darunter einige gegen deutsche und Schweizer Erstligisten, sollen die Grundlagen für eine erfolgreiche „Mission Klassenerhalt“ gelegt werden, denn der Saisonauftakt wird es voraussichtlich richtig in sich haben.

Zum ersten Zweitliga-Match am 3. September wird nach derzeitigem Stand Erstliga-Absteiger TuS N-Lübbecke am Bodensee erwartet. „Natürlich ein absolutes Brett gleich zum Anfang wenn es dabei bleiben sollte, aber sicher auch eine Chance“, atmet HSG-Toptorschütze Paul Kaletsch tief aus. „Und dann wohl gleich am zweiten Spieltag bei meinem Heimatverein TV Hüttenberg – saugeil, auch wenn dies leider der Freitag eines Doppelspieltages ist. Trotzdem freue ich mich total darauf.“ Nach dem Auftritt in Hessen am 7. September bestreitet die HSG zwei Tage später am Sonntag, 9. September, im Duell mit Bietigheim das zweite Spiel am zweiten Septemberwochenende in eigener Halle. Das Teilnehmerfeld steht dabei schon fest, alle Lizenzen wurden vergeben. Der Spielplan ist allerdings vorläufig und es können und werden sich noch diverse Änderungen ergeben, lediglich der Rahmenterminplan ist fixiert, sodass nach einer WM-Spielpause von 26. Dezember 2016 bis 4. Februar 2017 am 10. Juni 2017 die Saison zu Ende gehen wird. Ob es bei dem genannten Auftaktprogramm bleibt, ist aber noch nicht absehbar. Erst nach der Spielplan-Besprechung am 7. Juli in Düsseldorf wird desbezüglich Klarheit herrschen.

20414 Kilometer zu den Auswärtsspielen: HSG einer der „Reisemeister“

Sicher ist hingegen, dass die HSG Konstanz zu den Auswärtsspielen insgesamt mit Hin- und Rückfahrten circa 20414 Kilometer zurücklegen muss. Pro Spiel ist die HSG damit um die 1074 Kilometer unterwegs. Ein enormer Aufwand, den die Konstanzer neben den Küstenstandorten Wilhelmshaven, Lübeck und Rostock (837, 882 und 988 Kilometer von Konstanz entfernt) zum „Reisemeister“ der zweiten Liga machen wird. Drei Mannschaften werden am Ende in die 1. Bundesliga aufsteigen, vier Teams müssen die stärkste zweite Liga der Welt nach 38 Spieltagen in die 3. Liga verlassen. In der 2. Bundesliga wird hierzu im Gegensatz zur 3. Liga nicht der direkte Vergleich bei Punktgleichheit, sondern das Torverhältnis als Kriterium für die Platzierung herangezogen. Erklärtes Ziel der HSG ist es, im insgesamt vierten Zweitliga-Jahr nicht zu den vier Absteigern zu gehören.

Der erste Pflichtspiel-Testlauf findet indes eine Woche vor dem Zweitliga-Start im Rahmen der ersten DHB-Pokalrunde statt. Wieder im Final-Four-Modus ausgetragen, finden die Turniere bei den auf Rang eins bis 16 platzierten Zweitligisten der vergangenen Spielzeit statt. Nur wenn einer dieser in Topf zwei gesetzten Vereine sein Heimrecht nicht wahrnehmen sollte, könnte Konstanz sich als in Topf drei gesetztes Team (1. Liga 17, 2. Liga 17-21, Finalisten Amateurpokal, 3. Liga 1+2) für ein Turnier bewerben. In Topf eins sind die letztjährigen Erstligisten zu finden, in Topf vier die übrigen qualifizierten Drittligisten. Die Auslosung wird am 14. Juni ab 11.45 Uhr live auf tv.sport1.de übertragen.

IHF-Handball-Regeländerungen greifen ab 1. Juli

Bis dahin warten spannende, schweißtreibende und intensive Vorbereitungswochen auf die HSG Konstanz mit mindestens täglichen Trainingseinheiten. Hier gilt es auch, sich auf die ab 1. Juli Anwendung findenden Regeländerungen des Handball-Weltverbandes IHF einzustellen. Der Torhüter darf etwa weiterhin für einen siebten Feldspieler fliegend ausgewechselt werden. Neu ist hingegen, dass er dabei kein Leibchen mehr tragen muss. Der Feldspieler darf so aber nicht den eigenen Torraum betreten, sondern muss wieder gegen den Torhüter ausgetauscht werden. Mehr Klarheit bekommt auch das Vorwarnzeichen der Schiedsrichter für passives Spiel. Nach erhobenem Arm der Unparteiischen verbleiben dem angreifenden Team maximal noch sechs Pässe, bevor wegen Zeitspiels der Angriff abgepfiffen wird.

Zeigt ein Schiedsrichter nach einem Platzverweis künftig zusätzlich die neue Blaue Karte, wird automatisch ein schriftlicher Bericht verfasst und die Disziplinarkommission entscheidet über zusätzliche Sanktionen für den Spieler. Darüber hinaus werden nun grobe Regelwidrigkeiten oder verhinderte Würfe (Anwurf, Abwurf, Freiwurf, Einwurf), nicht jedoch „normale“ Fouls, in den letzten 30 Sekunden besonders hart geahndet. Neben einer Roten Karte (ohne Bericht) bekommt der Gegner einen Siebenmeter. Als weitere Regeländerung muss ein auf dem Feld behandelter Spieler dieses verlassen und darf erst nach drei abgeschlossenen Angriffen seiner Mannschaft wieder zurückkehren, sonst wird auf Wechselfehler entschieden. Ausgenommen davon ist lediglich ein Torhüter nach einem Kopftreffer.

Die Mannschaften der 2. Handball-Bundesliga 2016/17 im Überblick:

ThSV Eisenach (Absteiger aus 1. Bundesliga), TuS N-Lübbecke (Absteiger aus 1. Bundesliga), EHV Aue, SG BBM Bietigheim, TV Emsdetten, TuSEM Essen, TuS Ferndorf, TSG Friesenheim, ASV Hamm-Westfalen, TV Neuhausen/Erms, HSG Nordhorn-Lingen, DJK Rimpar, Empor Rostock, HG Saarlouis, VfL Bad Schwartau, Wilhelmshavener HV, HSG Konstanz (Aufsteiger, Meister 3. Liga Süd), Dessau-Roßlauer HV (Aufsteiger, Meister 3. Liga Nord), TV Hüttenberg (Aufsteiger, Meister 3. Liga Ost), SG Leutershausen (Aufsteiger, Nachrücker als Zweiter in 3. Liga Süd für Aufstiegsverzichte in 3. Liga West)


   

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