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High Noon in Ahlen: A-Jugend der HSG Konstanz greift nach fünfter Bundesliga-Teilnahme

Die HSG Konstanz informiert:

Richtig spannend war es zuletzt bereits zweimal für die A-Jugend der HSG Konstanz.

Große Anspannung vor der finalen Entscheidung: Trainer Christian Korb (rechts) und Linksaußen Philipp Kunde möchten mit ihrem Team in die Bundesliga. – Foto: Peter Pisa – Pressedienst HSG Konstanz
Zweimal war alles möglich im Bundesliga-Qualifikationsmarathon, der vorzeitige Einzug in die Eliteklasse ebenso wie das vorzeitige Aus. Im dritten Anlauf soll die dramatische Qualifikation zur Jugend-Bundesliga nun ein Happy End finden – mit dem fünften Bundesliga-Einzug im sechsten Jahr ihres Bestehens.
Davor stehen allerdings wohl ein erneuter Krimi und eine erneute Nervenprobe für die Konstanzer Trainer Christian Korb und Thomas Zilm. Nach Runde eins laut eigener Aussage „fassungslos und um Jahre gealtert“, macht sich Korb zusammen mit einem insgesamt 32 Personen umfassenden Tross bereits am Freitag auf den über 600 Kilometer langen Weg nach Ahlen/Westfalen. Am Samstag und Sonntag findet dort wie im letzten Jahr die bundesweite Qualifikationsendrunde zur höchsten A-Jugend-Spielklasse statt. Sieben Teams kämpfen um die zwei allerletzten Plätze, aufgeteilt in eine Dreier- und eine Vierergruppe, aus der sich jeweils die zwei besten Mannschaften für die K.o.-Spiele der jeweils Ersten gegen die Zweiten qualifizieren. Die beiden Sieger der Entscheidungsspiele sind in der Bundesliga, die Verlierer spielen einen möglichen Nachrücker aus. Dieser Strohhalm dürfte allerdings eher theoretischer Natur sein, echte Chancen auf einen Bundesliga-Platz sind damit wohl nicht mehr verbunden.

Die HSG Konstanz trifft dabei am Samstag um 16.15 Uhr zunächst auf die DJK SF Budenheim. Ein Gegner, den man bereits aus der letzten Bundesliga-Qualifikationsendrunde kennt. Konstanz hieß damals der Sieger nach einem knappen 27:26, das der Grundstein für das Bundesliga-Ticket war. Budenheim zog später nach und schnappte sich den allerletzten Platz für die Bundesliga, die die Mainzer Vorstädter auf Platz elf der Oststaffel beendeten. Korb erinnert sich mit gemischten Gefühlen an das letzte Kräftemessen: „Letztes Jahr erwiesen sie sich als extrem zäh und selbstbewusst. Dazu mussten sie weitaus weniger Qualifikationsspiele absolvieren als wir.“

Ebenso wie die HSG Konstanz konnten sich die Rheinland-Pfälzer als Viertplatzierter der letzten Qualifikationsrunde zwei Wochen lang auf den finalen Showdown vorbereiten. Konstanz nutzte die Zeit für eine kurze Regeneration und eine intensive Vorbereitung mit einigen Testspielen. Der HSC Kreuzlingen wurde zweimal deutlich mit 48:33 und 53:28 besiegt. St. Gallen konnte man mit 27:20 bezwingen, im Rückspiel behielten die Eidgenossen mit 27:21 die Oberhand.

Eine gute Form wird vor allem im zweiten samstäglichen Match um 18.30 Uhr im Duell mit der JSG NSM-Nettelstedt, unter anderem der Nachwuchs des Erstliga-Absteigers TuS N-Lübbecke, gefragt sein. Um ein Haar wäre das Team aus Ostwestfalen bereits frühzeitig qualifiziert gewesen, nur ein Tor hatte gegen den Neusser HV zum Gruppensieg gefehlt, dann folgte allerdings eine schwarze Serie. Trotz der Enttäuschung konnten 4:0 Punkte in die nächste Runde mitgenommen werden. Am Ende schrammte Nettelstedt nach drei Niederlagen in Folge mit 4:6 Zählern ganz knapp am vorzeitigen K.o. vorbei und konnte den rettenden dritten Platz gerade noch so verteidigen. Korb: „Sie haben sich sicherlich mehr vorgestellt mit dem Polster aus der ersten Runde. Gegen uns haben sie den Vorteil, ein Spiel Pause vor unserem Duell zu haben und nicht zwei Spiele hintereinander bestreiten zu müssen wie wir.“

Dabei kann er voraussichtlich auf einen fast vollen Kader bauen. Zwei Spieler sind zwar etwas angeschlagen, sollten aber rechtzeitig wieder einsetzbar sein. Ob Jonas Hadlich das auch sein wird, ist noch nicht sicher. „Bei ihm besteht noch die Sorge, ob er seinen Infekt bis dahin soweit auskuriert hat“, so Christian Korb, der keine Favoriten ausmachen konnte. „Jeder will in die Bundesliga. Jeder nimmt Kosten und Strapazen auf sich, jeder hat sich vorbereitet. Alle haben ihre Stärken und Schwächen.“ Als Ziel hat er den ersten Platz der Gruppe im Visier, um am Sonntag um 10.15 Uhr in einem alles entscheidenden Spiel mit dem Gruppenzweiten der Parallelgruppe aus HG Oftersheim/Schwetzingen, SG NARVA Berlin, GIW Meerhandball 2007 und TSG Harsewinkel einem vermeintlich stärkeren Kontrahenten aus dem Weg zu gehen.

Bevor die aller Voraussicht nach bedeutungslose finale Partie der Verlierer der beiden Entscheidungsspiele um 12.30 Uhr stattfindet, möchte Christian Korb längst den finalen Schritt in die Bundesliga gemacht haben. Wahrscheinlich wieder um einige weitere Jahre gealtert, dann aber sicher verbunden mit einem großen Glücksgefühl und einer großen Party. Davor heißt es aber wieder einmal zittern. Auch die Konstanzer Fans werden wieder mitfiebern und mitleiden. „Wir gehen es mit dem Ziel Bundesliga an“, schließt Korb und fügt an: „Unser Team bleibt auf jeden Fall auch nach dem Turnier bestehen. Alle Spieler stehen zu unserem Modell.“


   

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