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3. Liga: Handballer der HSG Hanau würden Aufstiegsrecht wahrnehmen

Der Vorstand der HSG Hanau informiert:

Die Handball-Offensive der Grimm-Stadt

So lautet der Werbespruch, den sich die HSG Hanau selbst verpasst hat. Und in der Tat arbeiten Spieler und Verantwortliche im Eiltempo an ihrem ganz persönlichen Handball-Märchen. Kam bereits der Aufstieg in die Oberliga-Hessen 2012 für die Männer der HSG nach eigenen Planungen zwei Jahre zu früh, könnte es in dieser Saison schon wieder eine Stufe nach oben gehen.
Derzeit steht die Mannschaft von Trainer Patrick Beer auf Platz eins in Hessens höchster Spielklasse und klopft vehement an die Tür zur 3. Liga. Der Aufstieg wäre der größte Erfolg in der jüngeren Hanauer Handballgeschichte. Und was die Sache so besonders macht: Das Team ist gespickt mit jungen Hanauer Spielern aus der eigenen Nachwuchsbereich.
Vor wenigen Tagen bekam die HSG Hanau nun einen Brief vom Deutschen-Handball-Bund. Bis Mitte April sollen sich die Klub-Verantwortlichen dazu äußern, ob sie im Fall des Falles vom Aufstiegsrecht Gebrauch machen werden. In einer erweiterten Vorstandsitzung haben sich die Klub-Verantwortlichen jetzt eindeutig dafür ausgesprochen, dieses Abenteuer angehen zu wollen, sollte es tatsächlich so weit kommen. „Es wäre das falsche Signal an unsere aktiven Handballer, die uns derzeit so viel Freude bereiten, wenn wir diesen Schritt nicht mitgehen würden“, sagte der Vorstandsvorsitzende Uwe Just.

Ab sofort laufen die Planungen also zweigleisig. Eine Planungsgruppe „3. Liga“ wurde ins Leben gerufen. Finanziell werde man keine Experimente machen, sagte der 2. Vorsitzende Stephan Pillmann. „Wie immer gilt, wir werden nicht mehr ausgeben als wir einnehmen.“ Auch Rudolf Werner bleibt gelassen. „Ich habe von vielen HSG-Partnern bereits ein Zeichen bekommen, dass sie im Falle eines Aufstiegs ihr finanzielles Engagement etwas erhöhen würden, aber natürlich suchen wir noch neue Partner“, sagte das verantwortliche Vorstandsmitglied für Sponsoring und Öffentlichkeitsarbeit.

Doch bei aller Freude über den überraschenden sportlichen Höhenflug, hat man durchaus auch Bedenken, ob die 3. Liga so einfach zu stemmen ist. Schließlich sind alle Helfer ehrenamtlich tätig. Vor allem die Logistik rund um den Spieltag dürfte eine große Herausforderung sein, die einigen Mitgliedern durchaus Kopfzerbrechen bereitet.

Sämtliche Spiele würden höchst wahrscheinlich in der Main-Kinzig-Halle ausgetragen. Was auf die HSG-Familie zukommt, durften sie bereits beim Spitzenspiel gegen die SG Bruchköbel Ende November erfahren. Rund 70 Helfer waren fast den ganzen Tag im Einsatz, um für einen reibungslosen Ablauf in der mit über 1000 Zuschauern restlos ausverkauften Halle zu sorgen. Ein Aufwand, der nur schwierig alle zwei Wochen wiederholt werden kann. Zumal vor allem bei den zahlreichen Derbys wie unter anderem gegen den ehemaligen Bundesligisten TV Großwallstadt ähnlich viele Fans erwartet werden.

Und so würde sich die Enttäuschung in Grenzen halten, würde es am Ende doch nicht zum Aufstieg reichen. Auch dieser käme nämlich wieder ein paar Jahre früher als erwartet. Doch die HSG Hanau hat in der Vergangenheit bereits bewiesen, dass sie auch solche Herausforderungen meistern kann. Auf dem Feld und drumherum.


   

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