Handball-Zeitung

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Niddacup-Jugendhandballturnier in Frankfurt

Das größte international besetzte Jugendhandballturnier in Hessen und größte nichtkommerzielle Sportveranstaltung in Frankfurt entwickelte sich immer weiter für leistungsorientierte Jugendmannschaften aus der Region, dem ganzen Bundesgebiet und auch aus dem französischen Ausland, aber stand vor den Weihnachtsferien kurz vor der Absage.

Als gutes Turnier für Jugendmannschaften aus dem ganzen Bundesgebiet präsentierte sich zum vierzehnten Mal der Niddacup, mit mehreren Spielorten im Frankfurter Westen an den beiden Spieltagen. Über 70 Jugendmannschaften der weiblichen und männlichen Jugend von der E- bis zur A-Jugend, von Hannover bis vor den Toren von München und dem benachbarten französischen Ausland fanden auch 2015 trotz der Ferien und widrigen Wetterbedingungen wieder den Weg in die Sportstadt Frankfurt. Die Jugendteams nutzen das gut organisierte und unter den Fairplayregeln ausgetragene Turnier um sich mit anderen spielstarken Mannschaften zu messen und als gute Vorbereitung für die Saison nach den Weihnachtsferien.

Die Niddahalle, als Spielstätte der Finalpartien war an den beiden Turniertagen wieder voll besetzt und es gab zeitweise keine Sitzplätze mehr. Die interessierten Zuschauer und Eltern konnten tollen und spannenden Jugendhandball der verschiedenen Altersklassen miterleben und es waren viele glückliche Kinder- und Jugendaugen zu sehen. Dazu eine Mutter einer weiblichen D-Jugendspielerin: „Es ist Wahnsinn, wie dieses tolle Jugendturnier die Leistungen der Mannschaften bis zur Leistungsgrenze bringt. Meine Tochter ist nach dem Turnier ganz ausgepowert, aber überglücklich dabei gewesen zu sein.“

Und dabei stand das Turnier in der Weihnachtswoche trotz der fast 1-jährigen Vorbereitungszeit kurz vor der Absage, teilte das Mitglied im Organisationsteam Olaf Kühnel mit. Was war da passiert? Dazu die Aussage von Olaf Kühnel: „Trotz mehreren Treffen mit den verschiedenen Verantwortlichen der Stadt Frankfurt, hatten wir keine feste Zusage um unseren Gästen auch Schlafplätze zur Verfügung stellen zu können. Kurz vor der Absage gab es den Kompromiss alle ca. 200 Jugendlichen in einer Turnhalle unterzubringen! Und das ist auch die Ursache, warum einige unserer Stammgäste nicht zum diesjährigen Turnier gekommen sind, weil die Unterbringung in den teuren Frankfurter Hotels einfach nicht möglich ist!“ Diesen für die Sportstadt Frankfurt eigentlich untragbaren Zustand bestätigten auch einige der weit angereisten Jugendmannschaft mit der Aussage, dass sie zum Niddacup 2016 nicht mehr kommen können, wenn die Übernachtung nicht geklärt ist. Da bleibt im Sinne der Handballjugend für den Niddacup 2016, der dann zum 15. Mal ausgetragen wird nur zu hoffen, dass die verschiedenen Behörden der Stadt Frankfurt sich an einen Tisch setzen, um für das Turnier konstruktive Lösungen zur Übernachtung der Gäste in annehmbaren Verhältnissen zu finden.
Auf Nachfrage der HBZ-Redaktion beim Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt Herrn Peter Feldmann haben wir in seinem Urlaub von Bürgerbüro ein Statement zum Niddacup bekommen:

Und auch auf Nachfrage der HBZ-Redaktion beim Sportdezernent der Stadt Frankfurt Herrn Markus Frank haben wir in seinem Urlaub von Magistratsbüro ein Statement zum Niddacup bekommen:
„Der Nidda-Cup ist die beste Werbung für den Handballsport in Frankfurt am Main. Auch die 14. Auflage des großen Jugendhandballturniers der SG 1877 Frankfurt-Nied e.V. war wieder ein toller Erfolg. 70 Teams mit rund 1000 Aktiven in allen Altersklassen spielten gegeneinander und fanden darüber hinaus auch sicher wieder Gelegenheit, gemeinsam zu feiern und viele soziale Kontakte zu knüpfen.
Ein Turnier in dieser Größenordnung ist organisatorisch und logistisch eine immense Herausforderung. Von daher gilt mein besonderer Dank den Verantwortlichen der SG Nied, des VfL Goldstein und der HSG Sindlingen/Zeilsheim sowie den rund 150 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern für ihr vorbildliches Engagement.“

Das gibt Hoffnung, dass die Probleme mit der Übernachtung der auswärtigen Gäste erkannt und ernst genommen werden und es mit der Unterstützung von OB Peter Feldmann und Sportdezernent Markus Frank zu annehmbaren Lösungen für den Niddacup 2016 kommen kann.
Die Siegermannschaften haben neben dem großen Pokal jeweils einen Satz dieser T-Shirts bei der Siegerehrung bekommen und ganz stolz direkt über die Trikots gezogen.
Ein großes Dankeschön gilt dem Organisationsteam vom Niddacup und an die vielen fleißigen, freiwilligen Helferinnen und Helfern, die mit den vielen Arbeitsstunden dieses tolle Jugendturnier und Aushängeschild für den Jugendhandball in Rhein-Main und der Sportstadt Frankfurt überhaupt erst möglich gemacht haben.
Bis zum kommenden Wochenende kommt noch der Artikel mit den verschiedenen HBZ-Fotoserien der beiden Tage vom Niddacup.


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Der erste Kommentar ist online:

  • Erik Schweißer

    Von der Goldsteiner Seite möchte ich hier erst mal ein Lob an die SG Nied aussprechen die hier wirklich eine tolle Arbeit leisten, die leider von der Stadt nicht gewürdigt wird. Unser Beitrag hielt sich dieses Jahr in Grenzen da die Sporthallen in Goldstein als Schlafstätte genutzt wurden und wir daher nur als Teilnehmer bei Niddacup dabei waren. Zum Artikel muss ich leider sagen dass die Aussagen der Politiker wie immer nur ein Substanzloses Blabla darstellen, und bei mir überhaupt nicht die Hoffnung nähren dass dadurch was besser wird. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass die kleinen Vereine immer mehr belastet werden und den großen baut man Paläste hin und finanziert sie! Lasse mich da aber gerne von einem besseren Belehren!


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