Handball-Zeitung

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HBZ- Jugendförderung- Interview mit Maria Jonas, Jugendsekretärin vom Deutschen Handballbund und verantwortlich für das Jugendzertifikat „Ausgezeichnete Jugendarbeit“

Michael Kleinmann im Handball-Zeitung.de-Interview mit Maria Jonas

„Wir verfolgen damit das Ziel, dass insbesondere die Handballvereine oder –Abteilungen sich nicht nur um den reinen Handballsport sondern auch um die persönliche und soziale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen kümmern.“

Das Gütesiegel:
Das Gütesiegel „Ausgezeichnete Jugendarbeit“ wird von der Deutschen Handballjugend im Deutschen Handballbund in Zusammenarbeit mit „Kinder stark machen“ an Vereine mit hervorragender Jugendarbeit verliehen.
Mit dem Gütesiegel soll Handballvereinen oder Handballabteilungen in Sportvereinen ermöglicht werden, anhand von zehn zu erfüllenden Kriterien die hohe Qualität ihrer Jugendarbeit nachzuweisen bzw. die Qualität ihrer Jugendarbeit deutlich zu verbessern, wenn sie die Erfüllung der Kriterien anstreben.
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Michael Kleinmann (MK): Hallo Frau Jonas, bitte stellen Sie sich unseren Lesern kurz vor, welche Aufgaben Sie im DHB betreuen, wie lange Sie bereits dabei sind und wie Ihr Bezug zum Handballsport ist.

 

Maria Jonas (MJ): Ich bin Maria Jonas, Diplomsportlehrerin, und seit dem Jahr 2000 beim DHB beschäftigt. Ich leite als Jugendsekretärin seit 2000 das Jugendsekretariat des DHB. Bezug zum Handball hatte ich vor meiner Tätigkeit beim DHB nur über Familie und Freunde, habe selbst kein Handball gespielt sondern Wasserball.

MK: Wie lange gibt es das Gütesiegel, was können Sie von der Entstehung berichten und wie lange betreuen Sie schon das Projekt?

MJ: Das Gütesiegel gibt es seit 2010. Es entstand über die langjährige Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung BzgA. Mit der BzgA und Harald Schmid führen wir bereits seit Jahren Aktionen zum Thema „Kinder stark machen“ durch. Das Projekt Gütesiegel entstand aus einer Idee, die zusammen mit Harald Schmid entwickelt wurde.

MK: Wie können wir uns das Prozedere vorstellen, wenn Vereine sich für das Gütesiegel bewerben? Gibt es Bewerbungsunterlagen, einen Prüfungsausschuss und wie ist dort der Ablauf?

MJ: Die Vereine erhalten die Bewerbungsunterlagen über unsere Internetseite. Sie können online ausgefüllt werden. Die 10 Kriterien, die für den Erwerb des Gütesiegels zu erfüllen sind, sind dort abrufbar und müssen von den Vereinen belegt werden. Ein Prüfungsgremium der DHB-Jugend sichtet dann die Unterlagen und überprüft auch teilweise die vorgelegten Angaben, sofern möglich.

MK: Welche Vereine haben das Gütesiegel bisher verliehen bekommen? Und können Sie uns etwas aus dem Auswahlverfahren und den Bewerbungsunterlagen erzählen?

MJ:TV Gelnhausen, SC Ichenhausen, HC Wölfe Nordrhein/ OSC Rheinhausen, PSV Grün-Weiß Wiesbaden, TSV Birkenau, SG Sickte/ Schandelah, HSG Badenstedt, SG Ottersheim-Bellheim-Zeiskam, TSV Ismaning, SV-DJK Taufkirchen, TG Herford, HaSpo Bayreuth.

Die Vereine haben nicht nur den Nachweis der geforderten Kriterien erbracht sondern oftmals darüber hinaus noch weitere Aktivitäten aufgeführt. Die Verleihung des Gütesiegels wurde bei allen Vereinen sehr hoch angesiedelt, und hat durch vielfältige Presseberichte große Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit erfahren.

MK: Gibt es Bewerbungskriterien auf die besonderen Wert gelegt werden?

MJ: Es wird großer Wert auf die Beteiligung der Jugend im Vereinsleben gelegt und auf die Eignung der Trainer nicht nur in sportfachlicher Hinsicht. In der Satzung des Vereins muss die Partizipation der Jugendvertretung festgelegt sein. Die Trainer/ Betreuer müssen einen Ehrenkodex unterschreiben.

MK: Welchen Vorteil haben die Vereine mit dem Gütesiegel und erfolgt eine „Nachprüfung“?

MJ: Die Vereine können mit dem Gütesiegel für ihren Verein werben. Viele Eltern schauen mittlerweile sehr achtsam darauf, unter welcher Betreuung ihr Kind im Verein ist, insbesondere aber auch auf die Eignung der Trainer, Betreuer. Der Verein erhält das Gütesiegel für ein Jahr. Danach erfolgt eine erneute Überprüfung. Dabei muss nachgewiesen werden, dass weiterhin alle Kriterien erfüllt werden. Ansonsten ist der Verein nicht mehr berechtigt, das Gütesiegel weiterhin zu tragen.

MK: Wer unterstützt das Gütesiegel und gibt es eine Schirmherrschaft?

MJ: Unterstützt wird das Gütesiegel durch die BzgA, die DHB-Jugend und nicht zuletzt vom Freundeskreis des Deutschen Handballs (FDDH), der allen Vereinen, die eine Auszeichnung erhalten, eine zweckgebundene Spende für die Jugendarbeit zur Verfügung stellt.

MK: Was wünschen Sie sich bei den Handballvereinen und speziell bei der Jugendarbeit? Welches Ziel wird mittelfristig damit verfolgt?

MJ: Die DHB-Jugend wünscht sich eine Verbesserung des Bekanntheitsgrades des Gütesiegels und damit noch viel mehr Vereine, die sich um das Gütesiegel bewerben, um damit ihre ausgezeichnete Arbeit nachweisen. Wir wissen, dass es noch sehr viele Vereine gibt, die diese Kriterien erfüllen, aber sich noch nicht beworben haben.

Wir verfolgen damit das Ziel, dass insbesondere die Handballvereine oder –Abteilungen sich nicht nur um den reinen Handballsport sondern auch um die persönliche und soziale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen kümmern.


   

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