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wA der JSG Boudenheim schafft die Vorrunde zur Bundesliga- Qualifikation

Boudenheimer wA qualifiziert sich nach einem zweitägigen Nerven- und Kraftakt für die Jugendbundesliga Hauptqualifikationsrunde!

Wochenlang haben die Boudenheimer Mädels und Trainer diesem Ereignis entgegen gefiebert und am letzten Wochenende war es dann endlich soweit. Gegen die Mädels vom TV Kirrweiler, vom amtierenden und gastgebenden Bundesliganachwuchs Frischauf Göppingen und dem Vertreter aus Bayern, der HSG Würm-Mitte, galt es mindestens den 2. Platz einzufahren, um die Hauptqualifikation zu erreichen und dann am 31.05./01.06. sich mit der Elite des Landes um die letzten freien Plätze in der weiblichen A-Jugendbundesliga zu streiten.

Insgesamt 19 JSG Mädels brachen am frühen Samstagmorgen hoch motiviert und gut vorbereitet in Richtung Göppingen auf. Ein wenig getrübt wurde die Anfahrt vom kurzfristigen Ausfall von Flavia Racky, welche aus gesundheitlichen Gründen passen musste, und die JSG somit neben Sabrina Seck und Lena Welsch leider noch auf eine sehr wichtige Stütze verzichten musste. Jedoch ist die Breite des Kaders eines der großen Qualitäten des Teams und groß Trübsal blasen fiel aus!

Um 13 Uhr stieg die erste Begegnung der 4er Qualirunde, im Modus Jeder gegen Jeden über 2 x 25 Minuten, in der ESW Bundesligaarena des Frischauf Göppingen. Die Gastgeberinnen von Frischauf Göppingen setzten sich hier klar und deutlich mit 29 zu 26 gegen die HSG Würm-Mitte (HV Bayern) durch. Nach diesem Spiel war bereits klar, Göppingen galt es Topfavorit und die HSG Würm-Mitte als Außenseiter.

Im zweiten Spiel standen sich dann der TV Kirrweiler und die Boudenheimer Mädels gegenüber. Klar war, ein vorgezogenes Endspiel, denn wer den 2. Platz hinter den starken Göppinger Mädels einfahren wollte, sollte und musste dieses Aufeinandertreffen für sich entscheiden. Beide Teams kennen sich aus der Oberliga RPS und im Meisterjahr 12/13 ließen die Budenheimer Mädels lediglich 3 Punkte gegen gerade diesen Gegner liegen. Die Boudenheimer Mädels hatten folglich noch nie gegen den TVK gewonnen und waren gewarnt!

Die Anspannung und Nervosität war allen Spielerinnen beider Lager deutlich ins Gesicht geschrieben. Es entwickelte sich aber von Anfang an ein schnelles und sehr kurzweiliges Spiel. Bis zum 5 zu 5 in der 7. Spielminute verlief die Begegnung sehr ausgeglichen, bevor die Boudenheimerinnen einige Fehler des TVK resolut ausnutzten und sich mit 9 zu 5 in Front warfen. Dieser 4 Tore Vorsprung wurde dann auch beim Stand von 14 zu 10 mit in die Pause genommen. Nach dem Seitenwechsel lief die Begegnung so weiter, wie sie aufgehört hatte. Die Boudenheimer Mädels bestimmten das Spiel und konnten Kirrweiler stets auf 4 bis 5 Tore fern halten (24 zu 19 und 30 zu 25 die Zwischenstände). Das es dennoch zum Ende hin noch einmal ein wenig eng wurde, war auf den Konzentrationsabfall eines sicher gefühlten Sieges zurück zu führen. Letztendlich ein hoch verdienter Erfolg, da man die Gegnerinnen stets unter Kontrolle hatte und lediglich zum Ende hin ein wenig unkonzentriert auftrat! Ein enorm wichtiger doppelter Punktgewinn, der erst einmal alle Spielerinnen auflockerte und die enorm große Anspannung nahm.

In der anschließenden Partie gewann der TV Kirrweiler gegen den Außenseiter HSG Würm-Mitte deutlich mit 30 zu 13. Im letzten Spiel des Tages konnte dann schon eine kleine Vorentscheidung fallen. Der Gewinner der Partie JSG Boudenheim gegen Frischauf Göppingen war so gut wie eine Runde weiter.

Die JSG Mädels fingen an wie die Feuerwehr und lagen nach 13 Spielminuten mit 6 zu 4 in Führung. Das war es dann aber leider auch. Der Faden riss komplett und mit einem 8 zu 0 Lauf lagen die Göppinger Mädels auf einmal klar in Front. Unerklärlich nach einem so starken Beginn, aber wenn man im Angriff reihenweise klarste Chancen vergibt und im Deckungsverbund nicht mehr zupackt, dann wird man von einem Topteam, wie es die Frischauf Göppingen nun einmal ist, kurz einmal zerlegt. Nach dieser katastrophalen Phase fingen sich die JSG Mädels wieder, konnten aber einen 17 zu 11 Rückstand zur Halbzeit nicht verhindern. Im zweiten Abschnitt gestaltete sich die Partei relativ ausgeglichen, jedoch ließen die Gastgeberinnen nichts mehr anbrennen und fuhren einen klaren und verdienten 34 zu 25 Erfolg ein.

Weiter ging es am Sonntagvormittag mit der Begegnung Göppingen gegen Kirrweiler. Kirrweiler musste gewinnen, um überhaupt noch eine Chance zu besitzen den 2. Rang zu erklimmen. Aber auch Göppingen konnte nicht die Partie auf die leichte Schulter nehmen, da bei einer Niederlage und einem hohen Sieg der JSG, die Frischauf Mädels aus dem Rennen wären. So ganz schienen die Göppingen Mädels diese Rechnereien nicht verstanden zu haben. In einem hoch dramatischen Spiel führte lange Zeit die Kirrweiler Mannschaft. Erst im zweiten Abschnitt fingen die Gastgeberinnen an sich zu fangen und eine knappe Führung vorzulegen. Die Mädels vom TVK spielten am Limit und wollten ihre letzte Chance auf jeden Fall nutzen. Nach sensationellen spannenden und hoch dramatischen 50 Spielminuten trennten sich beide Teams leistungsgerecht 23 zu 23.

Nun hatten die Boudenheimer Mädels im letzten Spiel einen Matchball, den man eigentlich nicht vergeben konnte! Doch jedes Spiel musste erst einmal gespielt werden. Die Mädels von der HSG Würm-Mitte hatten in ihrer letzten Begegnung nicht mehr viel zu verlieren und konnten frei aufspielen. Weiterhin traten sie mit einem verbesserten Kader gegenüber dem Vortag an.
Und es kam was kommen musste. Aus einer stabilen Abwehr heraus erspielten sich die Boudenheimer Mädels reihenweise klarste Gelegenheiten im Angriff, aber die Masse wurde nicht im gegnerischen Tor versenkt. Die Nerven lagen blank und beim 5 zu 3 für die HSG die Auszeit der JSG. Danach fing sich die JSG, erzielte den 6 zu 6 Ausgleich, konnte sich aber nur mit einem Gewaltwurf von Marlena Ludwig zum 8 zu 8 Remis in die Kabine retten.
In der Pause war dann ausnahmsweise der Angriff Schwerpunktthema und hier galt es auf Disziplin, Ruhe und Übersicht zu setzen, da die Abwehr über weite Strecken sehr gut stand.

Nach der Pause präsentierte sich eine vollkommende andere Boudenheimer Mannschaft den zahlreichen mitgereisten Eltern und Freunde. Gestützt von einer stark aufspielenden Albulena Fejza im JSG Tor lief nun im Angriff so gut wie alles. Bereits nach 5 Minuten der 2. Halbzeit führten die nun frei aufspielenden JSG Mädels mit 13 zu 8! Die HSG kapitulierte dann ziemlich schnell und über 16 zu 9 (40. Minute) ging es einem sicheren und natürlich hoch verdienten 21 zu 16 Erfolg entgegen!

Die Freude der Boudenheimerinnen über den letzten Sieg und dem daraus resultierenden Einzug in die Hauptqualifikation zur Jugendhandball Bundesliga war riesig!

Das Qualiturnier und die Mehrzahl der Spiele an diesen beiden Tagen war in Punkto Spannung und Dramatik kaum zu überbieten.

Große Erleichterung machte sich breit, da man nach einer intensiven Vorbereitungsphase sein Minimalziel erreicht hat. Das nun in der Hauptquali nur noch die ganz dicken Fische auflaufen ist klar, aber zu verstecken brauchen sich die Boudenheimerinnen in dieser Saison vor keinem wA Team.

Aus der Mannschaft heraus zu heben kann man kein Mädel, da das Team wieder einmal funktioniert hat und trotz vieler Wechsel zu keinem Zeitpunkt in den Spielen ein Bruch zu erkennen war. Man hat inzwischen den Luxus auf jeder Position über zwei bis drei gleichwertige Spielerinnen zu verfügen und dies war dann auch in erster Linie der Garant zum erreichen der Hauptqualifikation. Eventuell heraus zu heben die beiden „Küken“ der Mannschaft, die beiden B-Jugendlichen Alexandra Flebbe (12 Tore, Jahrgang 1998) und Alicia Soffel (9 Tore, Jahrgang 1999). Beide sind voll und ganz ins wA Team integriert und waren wichtige Stützen für den Einzug in die nächste Runde.

JSG Boudenheim: Albulena Fejza, Lea Bornhofen und Helen Kiefer im Tor, Alicia Soffel (9 Tore), Alexandra Flebbe (12), Alina Lindner (6), Carina Marks (6), Hannah Hartstang, Jil Becker, Lara Hilbert (8), Lea Maus (5), Mara Bingel, Marie Joerg (6), Marie Werdich, Marlena Ludwig (21), Melina Cappel, Sina El Batanony und Tina Strobel-Hofmann (5).

SIS


   

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